Im Entscheidungsspiel um den zweiten Platz in der Kreisklasse 3 setzte sich der SV Hilpoltstein auf dem Gelände des FC Thuisbrunn dank eines späten Tores mit 1:0 gegen den FC Wichsenstein durch und trifft in der Relegation zur Kreisliga am Mittwoch um 18.30 Uhr auf die DJK Kersbach, die den TSV Ebermannstadt mit 2:1 besiegt hatte. Der Spielort dieser Begegnung ist noch offen.

FC Wichsenstein -
SV Hiltpoltstein 0:1
Ob es die entscheidende Szene des Spiels war? Eine hypothetische Frage, aber: Nach der schweren Verletzung von Stefan Rubner war ein Bruch im Spiel des FC Wichsenstein zu verzeichnen. Der Spielertrainer des FCW hatte sich in der 18. Minute nach einem Zweikampf schwer verletzt, blieb minutenlang liegen, wurde mit einer Trage vom Feld gehievt und kam auch nicht mehr zurück. Vorausgegangen war ein Laufduell, böse Absicht des Gegners war aber offenbar nicht mit im Spiel.
Zwar war das Spiel schon bis dahin kein fußballerischer Leckerbissen und von vielen Zweikämpfen geprägt - das Fehlen des Leitwolfs ließ die spielerischen Bemühungen der Wichsensteiner aber noch weiter in den Hintergrund rücken. Muhammed Abubakar, mit 33 Toren die gefährliche Sturmspitze des FCW, wurde eng bewacht und kam über die gesamte Dauer kaum zur Geltung. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit waren gute Chancen zu verzeichnen: Zunächst verzog Florian Wehrfritz für den SVH frei vor dem Tor (37.), dann knallte Johannes Sebald auf der Gegenseite eine 30-Meter-Granate an die Latte (44.). Mit dem Halbzeitpfiff brachte Wehrfritz den Ball zwar auf den Kasten, fand seinen Meister aber in Marc - seinem Bruder im Tor des FCW.
Auch nach dem Seitenwechsel dauerte es wieder recht lange, ehe ernsthafte Torgefahr entstehen sollte: Escherich per Heber (70.) oder Daniel Friedrich per Freistoß (74.) hatten gute Gelegenheiten für Hiltpoltstein. Es deutete immer mehr auf die Verlängerung hin, nur drei Minuten waren noch zu spielen, als sich Martin Fritzsche das Spielgerät für einen Freistoß aus spitzem Winkel zurecht legte. In der Mitte rechneten alle Akteure mit einer Flanke, doch Fritzsche schnippelte das Spielgerät in die lange Ecke (87.). Im direkten Gegenzug hatte Leibold per Kopfball den 1:1-Ausgleich auf dem Scheitel, scheiterte aber.
Wichsenstein warf in der Folge nochmal alles nach vorn, letztendlich sollte es aber nicht mehr für einen Treffer reichen. "Logisch, wer kurz vor Schluss das Siegtor erzielt, ist ein glücklicher Gewinner. Dennoch habe ich uns als das bessere Team gesehen. Meine besten Genesungswünsche gehen an Stefan Rubner", so SVH-Spielertrainer Florian Wehrfritz.