So langsam nimmt es Formen an - das "Globe". Noch ist es natürlich eine Baustelle, aber manches ist schon zu erkennen.

Zum Beispiel der Orchestergraben. Am 26. Februar konnten wir im Tageblatt zeigen, dass er sich schon sehr gut erkennen lässt. Da entwickelte sich in unserer Redaktion die Idee: Kann man denn nicht schon fragen, ob die Musiker den Graben einmal ausprobieren können? Vielleicht einfach aus Vorfreude auf viele Konzerte im "Globe"? Das Tageblatt fragte beim Landestheater an.

Und da wurde die Idee positiv aufgenommen. Heute ist es so weit. Um 14 Uhr werden Bläser des Philharmonischen Orchesters des Landestheaters ein Zehn-Minuten-Konzert auf der Baustelle geben.

Generalmusikdirektor Daniel Carter: "Wir freuen uns sehr, dass das Globe Form annimmt und wir bereits an unserem zukünftigen Schaffensraum musizieren können. Musik an sich ist weder an Ort noch an Zeit gebunden, ihre Aufführung schon. Dadurch bleibt unsere Kunst ja auch spannend. Und spannend ist es auch, was hier passiert." Das Ensemble wird aus sechs Bläsern bestehen. Dabei sind: Markus Riepertinger, Hedwig Emmerich und Tobias Ziegler (Trompete) sowie Michael Gößmann, Carsten Fuss und Peter Vörös (Posaune).

Auf dem Programm stehen Werke von Hans Leo Haßler (1564 - 1612), einem der wichtigsten Komponisten in der Ära der Spätrenaissance und des Frühbarock. Dazu der Psalm XIX von Benedetto Marcello (Barock-Komponist, 1686 - 1739) sowie ein Werk von Melchior Franck (1579 - 1639).

Franck wirkte die letzten Jahre seines Lebens in Coburg als Hofkapellmeister in Diensten des Herzogs Johann Casimir. Er starb als armer Mann, der Gedenkstein auf dem Schlossplatz erinnert an ihn. Neben Generalmusikdirektor Daniel Carter werden auch Intendant Bernhard F. Loges und der kaufmännische Direktor Fritz Frömming bei der Aufführung anwesend sein. jb/dy