Ginolfs —  Ein kleines Jubiläum wird am Sonntag, 21. Oktober, in Ginolfs gefeiert. Der 10. Weideabtrieb wird wieder ein großes Publikum anziehen und viele Besonderheiten für die Gäste bereit halten. Die Veranstalter haben sich die Kritik vom letzten Jahr zu Herzen genommen.

Das Programm beginnt ab 10 Uhr, Mittagessen wird ab 11 Uhr gereicht. Es wird Gerichte vom gelben Frankenvieh und dem Rhönschaf geben. Ganztägig gibt es zudem Weideburger und Lammbratwürste, außerdem Ginolfser Kartoffellocken, Kaffee und Kuchen. Für musikalische Unterhaltung sorgt die Trachtenkapalle Oberelsbach und die Original Ginolfser Dorfmusikanten.

Zusätzlicher Bierstand

Neu sei in diesem Jahr die Organisation der Verköstigung. Wie Josef Kolb und Peter Schrenk erklärten, haben die Verantwortlichen die Kritik der Gäste aus dem Vorjahr aufgenommen. So wird es einen zweiten Bierstand geben, zusätzlich einen Weinstand, und auch Fisch wird zur Auswahl stehen. Eine neue Verkehrsregelung soll für mehr Ordnung sorgen. Wer nach Ginolfs möchte, muss über Weisbach fahren, der Rückweg führt dann über die Straße in Richtung Oberelsbach. "Wir haben ein Verkehrsleitsystem ausgearbeitet und eine Parkregelung, um dem Gast den Besuch bei unserem Weideabtrieb so angenehm wie möglich zu gestalten."

Neu ist in diesem Jahr, dass auch das Rahmenprogramm mit Streichelzoo und Schafe scheren schon vor dem eigentlichen Weideabtrieb am Vormittag beginnt. Ebenso hat der Bauernmarkt mit regionalen Spezialitäten geöffnet und es besteht die Möglichkeit beim Weideabtrieb-Schätzspiel teilzunehmen. Als Gäste wird die Kindertanzgruppe des Rhönklubs Unterelsbach erwartet. Um 13 Uhr werden dann die Tiere von den Weiden ins Tal gebracht. Gleichzeitig wird es über die Moderation Informationen zur Tierhaltung, den Rassen und der Geschichte und Bedeutung des Weideabtriebs geben. Erwartet werden Gäste von Seiten der Regierung von Unterfranken, des Landkreises Rhön-Grabfeld und natürlich auch Bürgermeisterin Birgit Erb.

Das trockene Jahr stellte die Landwirte und Tierhalter vor besondere Herausforderungen. Josef Kolb kündigte an, dass er in diesem Jahr mit weniger Tieren am Weideabtrieb teilnehmen wird, da die Mutterschafe mit ihren Lämmern schon seit gut acht Wochen im Stall sind. Für diese Tiere sei nicht mehr genug Futter vorhanden, was der Entwicklung der Lämmer abträglich wäre.

Auch für die Weidegemeinschaft sei es nicht einfach genügend Futter für ihre Tiere zu beschaffen, erklärte Peter Schrenk. Neben der Futterknappheit stand in diesem Jahr der Transport von genügend Wasser im Vordergrund. 4000 Liter benötigen die Schafe der Weidegemeinschaft pro Tag. Über diese Probleme und weitere Herausforderungen in diesem Jahr wird beim Weideabtrieb auch informiert. "Grundsätzlich war es für uns ein gutes Jahr, besser, als wenn es nass und kalt wäre", sagte Kolb Zum Zehnjährigen sollte es eigentlich eine besondere Überraschung geben, doch dass dies die Ginolfser Alpakas sein werden, sei nun schon durchgesickert. Wer diese exotischen Tiere sehen möchte, ist am Sonntag in Ginolfs also genau richtig. Neben Rhönschafen und Alpakas wird auch die Ziegenherde von Sven Breunig und das gelbe Frankenvieh von Familie Manger wieder zu Tal getrieben.