Dem geplanten Neubau des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Heßdorf waren gleich mehrere Tagesordnungspunkte in der jüngsten Gemeinderatssitzung gewidmet.
Aufgrund der Vergrößerung des Baufeldes des Feuerwehrgerätehauses und der Verlegung des Geh- und Radweges musste der überarbeitete Planentwurf zur Änderung des Flächennutzungsplanes nochmals öffentlich ausgelegt werden. Die Auslegungsfrist war auf zwei Wochen verkürzt worden und Äußerungen waren nur zu den geänderten Planteilen zulässig.
Zur naturschutzfachlichen Stellungnahme des Landratsamtes fasste der Gemeinderat folgenden Beschluss: Der notwendige ökologische Ausgleich ist aus dem Landschaftsplan entwickelt. Dieser befindet sich in der Gesamtfortschreibung und die entsprechenden Flächen seien definitiv dargestellt. Die Verlegung der geschützten Heckenbestände ist inzwischen erfolgt, und mit dem Genehmigungsbescheid des Landratsamtes wurden auch die rechtlichen Voraussetzungen zur Verlegung der Ausgleichsfläche geschaffen. Die übrigen eingegangenen Stellungnahmen veranlassten keine Änderung der Planung und der Feststellungsbeschluss folgte dann auch ohne Diskussion und einstimmig.
Die zur entsprechenden Änderung des Bebauungsplans eingegangenen Stellungnahmen erfordern keine Anpassungen der Planung, sondern nur redaktionelle Anpassungen. Damit konnte auch der Satzungsbeschluss folgen und die Verwaltung wurde beauftragt, das Genehmigungsverfahren fortzuführen.
Die Planergemeinschaft ibs & arch b+ legte dem Gremium eine überarbeitete Entwurfsplanung vor. Wie die Planer Burkhardt Niepelt und Oliver Schüßler erläuterten, wurden in Absprache mit der Feuerwehr und den Fachplanern einige Planänderungen vorgenommen. In diesem Zusammenhang lobte Bürgermeister Horst Rehder (BB) die Feuerwehr und insbesondere den Kommandanten Peter Bock: So bemühe sich die Feuerwehr, die Kosten niedrig zu halten und lege nur Wert auf das Notwendigste.
Wie die Planer erläuterten, wurde der Technikraum verlegt und es wird auf einen Balkon im Obergeschoss verzichtet, weil die Stützen durch das Dach geführt werden müssten. Auf Verlangen des Kreisbrandrates wird der Fluchtweg aus dem OG über eine Treppe an der Westfassade geführt. Durch die Vergrößerung der Außenfläche und der 22 Stellplätze erhöhen sich auch die Gesamtbaukosten auf rund 1,55 Millionen Euro.


Beleuchtung wird erweitert

Damit war Axel Gotthardt (FW) nicht ganz einverstanden, denn dazu kämen auch noch die Kosten der Erschließung. Diese wurden bei der Vergabe der Planungsleistungen für die Entwässerungsanlage noch einmal ausgiebig diskutiert. Die Entwässerung des Gebäudes muss an die Anlage des Gemeindezentrums angeschlossen werden, denn der Kanal des Netto-Marktes liegt auf Privatgrund. Auch der Wasseranschluss müsse möglicherweise vom Verwaltungsgebäude aus erfolgen.
Dies werden die Untersuchungen des Büros Höhnen und Partner aus Bamberg klären, die mit der Planung der abwassertechnischen Erschließung für 14 000 Euro beauftragt wurden. Für die Vergabe der Ingenieurleitungen für die Wasserversorgungsanlagen ist der Zweckverband Seebachgruppe zuständig.
Mit dem Bau des Gerätehauses muss auch die Straßenbeleuchtung an der Klebheimer Straße erweitert und der neue Fuß- und Radweg mit Leuchten bestückt werden. Ralf Schwarz vom Bayernwerks stellte dem Gremium das Konzept mit LED-Leuchten vor. Nach einer ausführlichen Diskussion entschieden sich die Gemeinderäte, auf dem kompletten Fuß- und Radweg nach Hannberg die 14 Natrium-Hochdrucklampen durch Lampenköpfe mit LED-Technik zu ersetzen. Unter Berücksichtigung einer Reduzierschaltung von 22 bis 5 Uhr würde sich eine Stromkosteneinsparung von rund 650 Euro pro Jahr bei Investitionskosten von etwas über 13 000 Euro ergeben.