Herzogenauracherin siegt beim Landesfinale von "Jugend debattiert"

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Eine strahlende Anabel Wächter nahm die ersten Glückwünsche zu ihrem Landessieg entgegen. Foto: Andreas Gebert
Eine strahlende Anabel Wächter nahm die ersten Glückwünsche zu ihrem Landessieg entgegen. Foto: Andreas Gebert

Kontroverse Meinungen, hitzige Debatten und verbaler Schlagabtausch: Das Finden und gekonnte Einbringen der besten Argumente gehört für Kultusminister Michael Piazolo (FW) "natürlich schon immer zur G...

Kontroverse Meinungen, hitzige Debatten und verbaler Schlagabtausch: Das Finden und gekonnte Einbringen der besten Argumente gehört für Kultusminister Michael Piazolo (FW) "natürlich schon immer zur Geschichte des bayerischen Landtags." Den Minister freute es daher "ganz besonders, dass heute unsere Schülerinnen und Schüler diese Rolle übernommen haben und statt uns Politikern hier wichtige Fragen unserer Zeit erörtern."

Ob bei Themen wie Artenvielfalt, Bundeswehr oder einem verpflichtenden Auslandsaufenthalt für alle Schüler weiterführender Schulen - die bayerischen Schüler zeigten sich im Landeswettbewerb "Jugend debattiert" als versierte Redekünstler und lieferten sich spannende rhetorische Duelle, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. Michael Piazolo war denn auch voll des Lobes für die "sehr klugen Argumente und die geschickte Gesprächsführung" der jungen Redner: "Mir gefällt nicht nur der gut abgestimmte Einsatz der eigenen Redebeiträge, sondern insbesondere auch der respektvolle Umgang mit der Meinung des Gegenübers. Die Schülerinnen und Schüler haben hier sehr gut verstanden, wie Demokratie funktioniert."

Die beiden Erstplatzierten des Landesfinales vertreten gemeinsam mit den Zweitplatzierten jeder Altersstufe den Freistaat Bayern bei den Bundesfinaltagen von "Jugend debattiert" im Juni in Berlin. Als Auszeichnung für ihre Leistung und zur Vorbereitung auf das Bundesfinale erhalten die Gewinner nun ein fünftägiges professionelles Rhetorik-Training. An dem Seminar nehmen auch die Sieger der anderen Bundesländer teil.

Die Debatte in der Altersgruppe 1 (Klassen 8 bis 9/10) entschied Anabel Wächter vom Gymnasium Herzogenaurach für sich, es folgten Moritz Riker vom Viscardi-Gymnasium Fürstenfeldbruck, Jakob Lange vom Theodor-Heuss-Gymnasium Nördlingen und David Callies vom Werner-Heisenberg-Gymnasium Garching. In der Altersgruppe 2 (Jahrgangsstufen 10/11 bis 13) belegte Joshua Steib vom Humboldt-Gymnasium Vaterstetten den ersten Platz, Miriam Witt vom Gregor-Mendel-Gymnasium Amberg den zweiten Platz, Niklas Wolfrum vom Günter-Stör-Gymnasium Icking den dritten Platz und Hannah Augustin vom Stetten-Institut Augsburg den vierten Platz.

Eine Minute fürs Schlusswort

Der Wettbewerb "Jugend debattiert" findet auf Schul-, Regional-, Landes- und Bundesebene statt. Die Vorbereitung der Jugendlichen auf den Wettbewerb erfolgt an den Schulen im Unterricht oder in Arbeitsgemeinschaften. Bei den Debatten treten jeweils zwei Pro- und Contra-Redner gegeneinander an. Jede Debatte dauert insgesamt 24 Minuten.

In der Eröffnungsrunde hat jeder der vier Teilnehmer zwei Minuten Zeit, um seinen Standpunkt deutlich zu machen. Einer freien Aussprache von insgesamt zwölf Minuten Dauer schließen sich vier Schlussworte von je einer Minute an. Die Jury achtet bei ihrer Bewertung auf die Sachkenntnis, das Ausdrucksvermögen, die Gesprächsfähigkeit und die Überzeugungskraft der Redner. Rund 200 000 Schüler an über 1300 Schulen beteiligen sich in diesem Jahr bundesweit bei "Jugend debattiert". In Bayern tauschen etwa 26 000 Schüler an rund 122 Schulen im Rahmen des Wettbewerbs ihre Argumente zu verschiedenen gesellschaftspolitischen Themen aus. "Jugend debattiert" ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. red