Obwohl die Stadtbücherei Herzogenaurach noch bis 14. Februar für Besucher geschlossen bleibt, ist die Ausleihe von Medien ab sofort wieder möglich. In der Kabinettssitzung vom 20. Januar wurde der Abholservice für Bibliotheken wieder erlaubt und die Stadtbücherei hat ihn sofort reaktiviert, teilt Büchereileiterin Gabriele Lechner mit.

Über den Internetkatalog der Stadtbücherei (https://webopac.winbiap.de/herzogenaurach) können nach dem Login in das Leserkonto kostenlos Medien vorbestellt werden, die gerade verfügbar sind. Vorbestellungen sind auch per E-Mail an buecherei@herzogenaurach.de oder telefonisch unter der Nummer 09132/901-132 möglich. Die vorbestellten Medien können zu einem vereinbarten Termin an der Ausgabestation der Stadtbücherei im Rathausfoyer abgeholt werden. Dabei ist das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben, heißt es in der Pressemitteilung der Bücherei.

Eine Rückgabe entliehener Medien ist nicht notwendig, solange die Stadtbücherei geschlossen bleiben muss. Alle Leihfristen wurden pauschal über die Schließzeit hinaus bis mindestens 1. März verlängert. Außerdem stehen allen, die einen gültigen Büchereiausweis besitzen, die Online-Dienste Franken-Onleihe (https://franken.onleihe.de) für E-Books, E-Audios, E-Magazine und E-Paper sowie Freegal Music (https://herzogenaurach.freegalmusic.com) für Musik und Hörbücher zum Download oder Streaming zur Verfügung.

Neue Interessenten, die noch keinen Büchereiausweis besitzen, können sich online über den Internetkatalog der Stadtbücherei als neue Leser registrieren.

Offener Brief der Grünen

Unter anderem die bayerischen Grünen hatten in einem offenen Brief an die Staatsregierung gefordert, die Ausleihe per "Click & Collect" an öffentlichen Bibliotheken wieder möglich zu machen. Der Erlanger Landtagsabgeordnete Christian Zwanziger hatte noch am Mittwoch vor Bekanntwerden des Ergebnisses der Kabinettssitzung in einer Pressemitteilung berichtet, zahlreiche Zuschriften dazu, gerade auch von Studierenden der Friedrich-Alexander-Universität, erhalten zu haben. "Prüfungsvorbereitung, Abschlussarbeiten schreiben und wissenschaftliches Arbeiten funktioniert ohne Zugang zur Literatur nicht." Die Universitätsbibliothek habe ihren Online-Service ausgeweitet und bemühe sich, klausurrelevante Literatur online zur Verfügung zu stellen, doch für Zwanziger löse das das Grundproblem nicht. "Für mich ist es kein Widerspruch, das Online-Angebot auszuweiten, aber gleichzeitig das Abholen vorbestellter Literatur zu erlauben. Beides ist wichtig. Mein Eindruck ist, dass hier die Söderregierung leider mal wieder mit heißer Nadel gestrickt hat und dann die Bibliotheken schlicht vergaß. Das muss korrigiert werden", forderten Zwanziger und die grüne Erlanger Stadträtin Kerstin Heuer noch am Mittwoch, und offensichtlich hat Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) sie erhört. red