Das Oeslauer Urgestein Hermann Schädel, eine bekannte und engagierte Persönlichkeit, feierte am 27. Januar seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar ist weit über die Grenzen Rödentals hinaus als Fachmann für Kurzschrift bekannt. Diese Kunst war und ist sein Lebenselixier. "Man muss beides können - Kurzschrift und PC", das ist seine Devise, wobei er verschmitzt lächelt.

Viele der eingeladenen Gäste haben ihn während seines Berufslebens und seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten begleitet, wobei auch so manche Freundschaft entstanden ist. Die Freunde überwiesen anstelle von Geschenken Geldbeträge, die Hermann Schädel als Spende an die Awo zur Sanierung des Innenhofes weitergab.

Im Aufschwung der Wirtschaft

"Ich hatte das Glück, nach dem Zweiten Weltkrieg im Aufschwung der Wirtschaft leben zu können und tätig zu sein", konstatierte der Jubilar und fügte hinzu: "Von Sorgen wie Arbeitslosigkeit bin ich verschont geblieben und konnte mein Leben - und somit das meiner Familie - angenehm gestalten."

Mobbing, Burnout und Stress - er wisse, dass es dies gebe, aber damit sei er glücklicherweise nicht konfrontiert worden. "Es war beruflich und auch privat eine schöne Zeit", konnte Schädel zurückblickend voller Freude feststellen. Und als Rentner fühle er sich immer noch pudelwohl und das hoffentlich noch eine lange Zeit, meinte er.

Der am 27. Januar 1940 geborene Hermann Schädel musste schon als Schulkind durch Arbeit zum Lebensunterhalt beitragen. Das hielt ihn nicht davon ab, zahlreiche Abendkurse und Fernlehrgänge zu besuchen, um sich ständig weiterzubilden. Er arbeitete nach der Lehre und dem Wehrdienst zunächst bei der Firma Kapp und wechselte 1976 zur Firma Goebel. Als ganz neue Herausforderung bezeichnete Schädel die dortige Leitung des Vertriebes "Business to Business".

1984 erfolgte der Umstieg innerhalb der Geschäftsleitung in die Bereiche Verwaltung, Personal und Sonderaufgaben und auf seine Initiative hin erfolgte die Reorganisation des Logistikbereiches. Nicht unerwähnt darf Schädels außergewöhnliches Engagement im kulturellen Bereich in Vereinen, Verbänden und Institutionen bleiben. Als Vorsitzender war er ihnen jahrzehntelang treu.

Die Stadt Rödental hat Schädels Werk deshalb bereits mit der Goldenen Ehrenplakette und dem Großen Ehrenteller gewürdigt.

Den Rücken freigehalten

Seine Frau habe ihm immer den Rücken freigehalten, erwähnte er ganz stolz. Drei Enkel bereiteten ihm große Freude, sagte Hermann Schädel.