Die Stadt Wallenfels überträgt ab dem 1. Januar 2021 die Aufgaben des Standesamtes auf die Stadt Kronach. Dies beschloss der Stadtrat bei einer Gegenstimme. Heiraten in Wallenfels ist aber weiterhin möglich, entweder mit Personal der Stadt Kronach oder mit den Eheschließungsstandesbeamten Bürgermeister Jens Korn und Dritter Bürgermeister Andreas Buckreus.

Es sprechen viele Argumente für die Entscheidung des Wallenfelser Stadtrates. Nach der Wahl des ehemaligen Geschäftsleiters und einzigen Standesbeamten mit Regelvoraussetzungen, Frank Jakob, zum Bürgermeister von Teuschnitz hat Wallenfels personelle Probleme mit der Erfüllung dieser Aufgabe. Dritter Bürgermeister Buckreus wurde als Notfallbesetzung zum Standesbeamten bestellt.

Man müsse sich immer die Frage stellen: Sind wir als Stadtverwaltung in der Lage, diese Leistung immer sicherzustellen?, erklärte Geschäftsführer Christoph Hohlweg. Dies scheitere derzeit an der personellen Ausstattung.

Servicequalität und Bürgernähe

Das Standesamt Kronach sei "das" Personenstandsrechtskompetenzzentrum der Region, meinte Hohlweg. An 365 Tagen wäre dort eine Stellvertretung sichergestellt. Und der Erhalt von Servicequalität und Bürgernähe gingen einher mit einer Kostenreduzierung.

Natürlich wird für den Wegfall von Kosten für Hard- und Software, Fachliteratur, Pflichtfortbildungen sowie Verringerung von Personalkosten eine Standesamtsumlage an die Kreisstadt gezahlt.

"Es ist nicht schön, aber es ist notwendig", kommentierte Bürgermeister Korn die Übertragung der Aufgaben des Standesamtes Wallenfels auf die Stadt Kronach. rg