Susanne Deuerling Steinwiesen —  Maximilian Stöhr von Planwerk und Sarah von Poblocki vom Büro DSK berichteten im Gemeinderat über das sich im siebten Jahr befindliche Stadtumbaumanagement. Maximilian Stöhr stellte den Jahresbericht des Stadtumbaumanagements (SUM) vor.

Es wurden Maßnahmen in der strategischen Ausrichtung, Immobilien- und Flächenmanagement, Gemeindeentwicklung und lokaler Ökonomie sowie Veröffentlichungen im Mitteilungsblatt durchgeführt. Beim interkommunalen Förderprogramm stehen in Steinwiesen und Wallenfels seit Beginn im Jahr 2014 bereits 112 Sanierungsberatungen zu Buche. Im laufenden Kalenderjahr sind bereits wieder 15 Anmeldungen zu verzeichnen. 50 Vorhaben wurden bereits komplett abgerechnet oder sind in der Umsetzung.

Feste Bürgersprechstunden gibt es, wenn es wieder möglich ist, am ersten Mittwoch im Monat in Steinwiesen und am letzten Mittwoch in Wallenfels. Telefonisch kann man sich beim SUM melden unter 09262/94516 oder 0151/65134421 und per E-Mail an stadtumbaumanagement@oberes-rodachtal.de.

Die Beratungen werden auch sehr gut angenommen. 2019 wurden 17 Projekte abgerechnet, davon neun in Wallenfels und acht in Steinwiesen. Investiert wurden von den Bürgern in die Sanierungen 490 000 Euro, die Gesamtförderung betrug 146 000 Euro. Den Interessierten gibt man auch die eigens erstellte Gestaltungsfibel mit vielen Tipps in die Hand. Hier kommen auch die Immobilienlotsen ins Spiel. Sie kennen die Gegebenheiten vor Ort, die Eigentümer und können gut vermitteln und beraten. Zusammen mit dem SUM bzw. der DSK bieten sie Unterstützung bei Neunutzung, Vermietung, Verkauf usw.

Sarah von Poblocki (DSK) zeigte die aktuelle Situation bei den Leitprojekten in Steinwiesen auf. Natürlich stehe das Gerberhaus hier im Fokus, wo man von der Machbarkeitsstudie bis zum Baubeginn eine enge Betreuung durchgeführt hat. Aktuell werden die Objekte Kronacher Str. 10 (ehem. Schlecker) und das Anwesen Kirchstraße 1a (ehem. Quelle) begleitet. Die Marktsituation ist zurzeit die, dass gut erhaltene Häuser meist kein Engagement vonseiten des SUM brauchen, es bei problematischen Gebäuden aber sinnvoll ist, beim SUM nachzufragen und die Wirtschaftlichkeit prüfen zu lassen.

Maximilian Stöhr informierte auch kurz über den Bereich Tourismus. Hier liegt der Schwerpunkt darauf, ob ein Umbau von nicht oder mindergenutzter Bausubstanz möglich ist. Hier erinnerte er an die Veranstaltung im Januar in Wagners Hotel, die eine sehr gute Resonanz erfahren hat und auch bereits einige neue Unterkünfte hervorbrachte.

Leider muss der Bereich Rodachtaler und Unternehmerstammtisch momentan etwas hintangestellt werden, da das Stundenbudget von der Regierung gekürzt wurde. Doch man werde sich bemühen, allen Anforderungen dennoch gerecht zu werden.

Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) dankte den Büros Planwerk und DSK für ihre durchweg erfolgreiche Arbeit. "Die Beratungen werden von den Bürgern sehr gut angenommen. Die Kontakte erfolgen meist durch Telefon und E-Mail", betonte Wunder. Für das Anwesen Am Kirchplatz 1a habe man vonseiten der Gemeinde den Zuschlag und werde nun eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, um die Nutzungsmöglichkeiten auszuloten.