Die Corona-Pandemie hinterlässt tiefe Wunden im Kulturleben des Landes. Nicht nur in den großen Städten sind die Konzertbühnen und Opernhäuser für Besucher geschlossen. Auch in den kleinen Musikzentren sind öffentliche Konzerte verboten.

So war das letzte Oberschwappacher Schlosskonzert das Neujahrskonzert im Januar 2020. Obwohl alle Konzerttermine für die restliche Spielzeit 2020/2021 feststanden, konnten das Frühlings-, Sommer- und Mozartkonzert wegen Corona nicht mehr veranstaltet werden.

"Noch gibt es Hoffnung, dass ab Mai im Innenhof des Schlosses Konzerte möglich sein könnten", ist Organisator Julian Roth vorsichtig optimistisch im Hinblick auf Veranstaltungen in Oberschwappach . Geplant waren drei Frühjahrskonzerte am 20. und 21. März im Spiegelsaal des Schlosses. Sollten diese zu diesem Zeitpunkt nicht stattfinden, könnte alternativ das Frühlingskonzert am 2. Mai um 18 Uhr im Schlosshof aufgeführt werden. Sollten jedoch zu diesem Zeitpunkt die gängigen Hygienevorschriften und Abstandsregeln noch gelten, dann müssen sowohl das verschobene Frühlingskonzert als auch die beiden geplanten Open-Air-Konzerte am 20. Juni und am 4. Juli ausfallen.

Die beliebten Klassik-Konzerte mit dem Bamberger Streichquartett mit dem Cellisten Karlheinz Busch als Moderator werden von zahlreichen Musikliebhabern aus Unter- und Oberfranken sowie sogar aus dem mittelfränkischen Raum besucht. Im barocken Spiegelsaal im Schloss Oberschwappach stehen 150 Plätze zur Verfügung. Dort werden das Herbst-, Neujahrs- und Frühlingskonzert jeweils dreimal aufgeführt. Die Open-Air-Konzerte im Schlosshof besuchen bis zu 500 Zuhörer. Die Sommer- und Mozartkonzerte sind stets gesellschaftliche und kulturelle Höhepunkte der Spielzeit. Bei ungünstiger Witterung steht hier als Ausweichort die Marienkirche im Knetzgauer Gemeindeteil Zell am Ebersberg zu Verfügung.

Die Konzertreihen im Schloss Oberschwappach begannen bereits 1992. Seitdem widmet sich Julian Roth mit Geschick und großer Hingabe dieser Aufgabe. Als "quartet in residence" lud Roth schon damals das Bamberger Streichquartett ein. Werke von Barock über Klassik bis zur Romantik spielt dieses renommierte Ensemble mit Musikern aus den Reihen der Bamberger Symphoniker . Herausragende Solisten des Orchesters bereichern die Programme. So wurden die Oberschwappacher Schlosskonzerte zu einem wichtigen Kulturbaustein und- höhepunkt in der Region.

Organisator Julian Roth und Karlheinz Busch planen nun die nächste Spielsaison 2021/2022, wieder mit insgesamt elf Konzerten . Beide hoffen natürlich, dass die Pandemie verschwindet und die Besucher unbeschwert und frohen Sinns Musik genießen können. Die Gemeinde Knetzgau will rechtzeitig über die kommende Konzertvorschau berichten. Die Abonnenten werden von Julian Roth über die Programme und Tickets rechtzeitig informiert. Es werden auch Karten im freien Verkauf angeboten.