Von sensationell guten Ergebnissen der Abschlussprüfungen sprach Direktorin Manuela Küfner bei der Abschlussfeier der Wallburg-Realschule , die wegen der Corona-Hygienebestimmungen für die vier Klassen einzeln durchgeführt wurde. Die letzten zwei Schuljahre seien komplett anderes gewesen als von früheren Jahrgängen gewohnt: Quarantäne, Distanzunterricht, Abbruch des Praktikums, kein Weihnachtskonzert , keine Weihnachtsfeier , Tests und Masken. Etwas Gutes habe das Ganze dennoch für die Schulabgänger gehabt: Kompetenzgewinn. „Eigenverantwortliches Lernen, Selbstorganisation und Selbstständigkeit sind Schlüsselfertigkeiten, die ihr während des Distanzunterrichtes einüben musstet, die euch aber mit dem Blick auf das Ziel der Abschlussprüfung wesentlich weitergebracht haben“, sagte Küfner an die Absolventen und Absolventinnen gewandt. Von den 86 Entlassschülern wollten zwei Drittel eine Berufsausbildung beginnen, ein Drittel blieben an Schulen, gingen also ans Gymnasium oder zur FOS/BOS. Diese Quote liegt höher als in den früheren Jahren und hat vielleicht auch mit den eingeschränkten Praktikumsmöglichkeiten zu tun.

Bürgermeister Michael Ziegler stellte erfreut fest, dass alle trotz des schwierigen Jahres und der Krise die Schule erfolgreich gemeistert hätten. Das Rüstzeug habe man ja erlernt und gerade in der Pandemie seien viele „Wandlungsprofi in der digitalen Technik“ geworden.

Eine besondere Auszeichnung wurde dann den Klassenbesten zuteil. Schulbeste ist Emilia Schnapp aus Zeil (10b) mit einem Notendurchschnitt von 1,08, gefolgt von Mara Söldner (10a) aus Eltmann mit 1,09, Mona Rüttinger (10d) aus Rauhenebrach mit 1,23 sowie Anna Heusel aus Roßstadt und Lea Funke aus Rauhenebrach (beide 10c) mit 1,25. Die Schulbesten in den einzelnen Fächern erhielten ebenfalls Auszeichnungen. Dies waren Sophia Diroll, Dankenfeld (Wirtschaft); Pia Partosch, Unterschleichach und Mara Söldner, Eltmann (Mathematik); Emily Göppner, Eltmann (Kunst), Lea Funke, Rauhenebrach (Englisch), Anna Heusel, Roßstadt (Deutsch); Lukas Schütz, Viereth, und Anna Heusel (Französisch); Mara Söldner, Eltmann (Physik); Philipp Muth, Hallstadt, Frederik Timm, Limbach, und Mia Buhl, Trossenfurt (Musik).

Schnapp stellte auch ihrer Schule ein sehr gutes Zeugnis aus mit den Worten: „Ich fand es hier sehr schön. Die Schule ist nicht zu groß, jeder kennt jeden und es geht hier richtig familiär zu.“ Sie verriet, sie wolle anschließend das Gymnasium in Bamberg besuchen. „Beruflich kann ich mir vieles vorstellen, auch einen sozialen Beruf; aber ich lasse jetzt erst einmal alles auf mich zukommen.“

52 Prozent der Entlassschülerinnen und -schüler gehen in eine betriebliche Ausbildung und 18 Prozent beginnen eine Ausbildung an einer Berufsfachschule . Nur ein Schüler ist noch ohne Entscheidung.

Niklas Hannakampf aus der Klasse 10c hat sich einen ungewöhnlichen Ausbildungsplatz ausgesucht – in weiter Entfernung zu seinem Wohnort Ebelsbach. Er wird seine Ausbildung im Hauptwerk von KTM in Mattighofen in Österreich beginnen, dem größten europäischen Motorrad-Hersteller und Weltmarktführer im Bereich der Geländesport-Motorräder. Niklas gesteht, dass er schon seit Jahren leidenschaftlicher Zweiradfahrer sei. So habe er sich auch schon bei den Motocross-Rennen im nahen Bramberg beteiligt. „Das Motorradfahren hat mich schon immer begeistert und hat sich zu einer Leidenschaft entwickelt. Dies hat auch bei meiner Berufsentscheidung eine Rolle gespielt und ich wollte deswegen bei den Besten ausgebildet werden, die es gibt.“ Seine erste Etappe hat er bei einer zweitägigen Schnupperlehre in der Lehrwerkstatt gut hinter sich gebracht, denn um die 15 Ausbildungsplätze bewarben sich rund 1700 Interessenten.