Zwei Frauen sind bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 279 am Montagnachmittag (21. Juni) schwer verletzt worden. Zwischen Reckendorf und Reckenneusig war es zu einem Frontalzusammenstoß gekommen.

Nach Angaben der Polizei war eine 24-Jährige gegen 15.55 Uhr mit ihrem Opel Corsa von Ebern in Richtung Bamberg unterwegs. Etwa auf halber Strecke zwischen Reckendorf und Reckenneusig fuhr sie einem Lkw hinterher. Dabei scherte sie mit ihrem Fahrzeug aus bislang unklarer Ursache nach links aus und stieß auf der Gegenfahrbahn mit einem entgegenkommenden Audi zusammen, den eine 50-Jährige steuerte. Durch die große Wucht des Zusammenpralles wurde die 50-Jährige aus dem Landkreis Haßberge in ihrem Pkw eingeklemmt. Das Auto prallte zunächst in die Leitplanke und blieb schließlich auf der Beifahrerseite liegen. Der Corsa drehte sich um die eigene Achse und blieb auf der rechten Fahrbahn entgegen seiner ursprünglichen Fahrtrichtung stehen. Beide Autos wurde total beschädigt. Bei dem Corsa wurden bei dem Zusammenstoß Teile des Motors herausgerissen.

Von der Integrierten Leitstelle Bamberg wurden zwei BRK-Rettungswagen aus Ebern und Bamberg, zwei Notärzte aus Ebern und Bamberg, ein Krankentransportwagen der Malteser Bamberg sowie der Einsatzleiter Rettungsdienst aus Bamberg, Daniel Möller, an die Einsatzstelle entsandt. Ebenso wurde der Rettungshubschrauber „Christoph 18“ aus Ochsenfurt angefordert.

Die Feuerwehren aus Reckendorf , Baunach und Laimbach waren alarmiert. Die Aufgabe der Feuerwehren bestand darin, die mit Beinen und Becken eingeklemmte 50-Jährige aus ihrem völlig demolierten Fahrzeug mit hydraulischem Rettungsgerät zu befreien. Die besondere Herausforderung bestand dabei darin, dass der Audi auf der Beifahrerseite lag und die Verletzte in rund 1,5 Metern Höhe über der Fahrbahn in ihrem Sitz eingeklemmt war. Der Audi wurde zunächst gegen Umkippen mit Stützen gesichert. Anschließend wurde mit der Rettungsschere das Dach abgenommen, so dass Notarzt und Rettungsdienst die Frau achsengerecht retten konnten.

Nach der Erstversorgung in einem Rettungswagen wurde die 50-Jährige mit schweren Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Würzburg geflogen. Lebensgefahr konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden.

Die 24-jährige Opel-Fahrerin wurde nach notärztlicher Versorgung mit einem Rettungswagen in den Schockraum des Klinikums Bamberg eingeliefert.

Zwei Stunden komplett gesperrt

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten war die B 279 zwischen Reckendorf und Reckenneusig rund zwei Stunden vollständig gesperrt. Die Feuerwehr leitete den Verkehr um und stellte an der Einsatzstelle den Brandschutz sicher und band auslaufende Betriebsstoffe ab. Die Unfallsachbearbeitung übernahm die Polizeiinspektion Bamberg-Land.

Besonders lobenswert hoben die Einsatzkräfte des Roten Kreuzes das Engagement eines Ersthelfers hervor. Der Mann war als einer der Ersten an der Unfallstelle und stieg zu der schwer verletzten Eingeklemmten in den völlig demolierten Audi und stützte die Frau mit seinem eigenen Körper in ihrer misslichen Lage. Der Mann half während des gesamten Einsatzes bei der Betreuung der 50-Jährigen mit, bis diese schließlich aus ihrer Lage befreit war.