Helmut Will

Bei der Bundestagswahl im September müssen sich die Wähler in Maroldsweisach auf Neuerungen einstellen. Die Wahllokale im Gemeindegebiet werden neu geordnet, erfuhr der Marktgemeinderat in der jüngsten Sitzung. Dabei seien die allgemeine Entwicklung der Einwoh- nerzahlen, der Anteil der Briefwahlen und rechtliche Vorgaben zu berücksichtigen, hieß es. „Eine sinnvolle und praktische Organisation und Abwicklung ist zu treffen“, sagte Bürgermeister Wolfram Thein ( SPD ).

Der Anteil der Briefwähler sei bei der Kommunalwahl 2020 sehr hoch gewesen. Bei 2721 Wahlberechtigten im Gemeindegebiet zählte man 1385 Briefwähler, gerade mal 732 wählten direkt. Die Briefwahl, so schätzt der Bürgermeister , werde aufgrund der Corona-Entwicklung weiter an Bedeutung gewinnen. Geschäftsleiter Armin Bogendörfer empfahl, die Zahl der Wahllokale zu halbieren.

Neue Verteilung

„Je nach Bedarf kann eine entsprechende Anzahl von Briefwahlvorständen gebildet werden“, sagte Bogendörfer. Die vier Wahllokale werden nach Beschluss des Gremiums künftig sein: Maroldsweisach (Rathaus), Wasmuthhausen (Feuerwehrhaus), Pfaffendorf (Salesianer) und Ditterswind (alte Schule). Wähler aus anderen Gemeindeteilen, in denen die Wahllokale entfallen, werden diesen Wahlbezirken zugeteilt.

Der Marktgemeinderat beschloss, für eine Grundfläche in Ditterswind eine sogenannte Einbeziehungssatzung zu erlassen. Damit kann die Fläche, die bislang im Außenbereich liegt, für die Bebauung freigemacht werden. Rechtlich ist dies möglich, wenn Flächen „durch die bauliche Nutzung des angrenzenden Bereichs bereits entsprechend geprägt sind“. Der Gemeinderat stimmte zu und machte damit den Weg für ein privates Bauvorhaben frei.

Weiter in der Musikschule dabei

Bürgermeister Thein teilte mit, dass die Verlängerung des Vertrages mit der Musikschule Ebern anstehe. „Es spricht nichts dagegen, dieses zu tun“, sagte er. Es wurde beschlossen, den Vertrag unbefristet zu den bekannten Konditionen, maximal jährliche Kosten von 2500 Euro, zu verlängern. Der Gemeinderat ist regelmäßig entsprechend über den aktuellen Stand zu informieren. Derzeit belegen 35 Musikschüler aus dem Gemeindegebiet Kurse in der Musikschule Ebern.

Der Bürgermeister informierte das Gremium, dass in der Kläranlage Junkersdorf ein Blitzschaden zu verzeichnen war, der beseitigt werden musste. Weiter ging Thein auf den kürzlich entstandenen Schaden im Wasserhaus der Gemeinfelder Gruppe ein. Für das Trinkwasser wurde wegen des Problems eine Abkochanordnung erlassen. In der Zwischenzeit erfolge keine Chlorung mehr, man hat Wasserproben zur Untersuchung geschickt. Auf das Ergebnis werde gewartet, damit die Abkochanordnung aufgehoben werden kann, sagte Thein.

Aufgelöst werden musste die Löschgruppe Todtenweisach, wozu der Bürgermeister ein Schreiben des Kommandanten Robert Müller verlas. Demzufolge ist die Zahl der Aktiven bei der Feuerwehr Geroldswind/ Gückelhirn zu gering für eine Löschgruppe. Das komplette Inventar geht in den Bestand der Feuerwehr Geroldswind/Gückelhirn über. Die Sirenen beider Orte (Todtenweisach und Geroldswind) sollen zusammengeschlossen werden.

Uwe Hein aus Altenstein wird seine Tätigkeit als Kommandant zum 30. Juni nach 31 Jahren Feuerwehrtätigkeit beenden. Feuerwehrdienst will er weiterhin leisten und den federführenden Kommandanten Wolfgang Harnauer bei verschiedenen Aufgaben unterstützen.

Die Ortssprecherin Kerstin Brückner aus Marbach stellte das neue Projekt „Dorfhefte“ der Gemeindeallianz Hofheimer Land vor. „Ein Dorfheft enthält Seiten mit Fragen und Fotos, die nach und nach von den jeweiligen Einwohnern kommentiert, beantwortet und ergänzt werden“, sagte Brückner. Sie forderte Alt und Jung dazu auf, mitzumachen und das Heft mit eigenen Sichtweisen, Erfahrungen und Wünschen zu füllen. In jedem Ort soll es einen einheimischen Ansprechpartner für das Dorfheft geben.