Wann findet die nächste Gemeinderatssitzung statt? Wann wird der Müll abgeholt? Wie haben die "Füchse" des TSV Burgpreppach am Wochenende gespielt? Derartige Fragen beantwortet künftig die Heimat-24-App, die bald jeder Smartphone-Besitzer aus dem Play-Store für Android-Geräte oder dem App-Store für iPhones herunterladen kann. Der Gemeinderat beschloss bei seiner Sitzung am Donnerstag im katholischen Pfarrsaal die Anschaffung der App mit einer knappen Mehrheit von sieben zu fünf Stimmen.

Mit der App "Heimat 24" ist es möglich, Pushnachrichten der Gemeinde an die Nutzer zu verschicken. Es sind verschiedene Interessensbereiche auswählbar. Deutschlandweit wird die App nach Auskunft des Betreibers derzeit von 50 bis 100 Gemeinden benutzt. Für den Inhalt der App ist der Markt Burgpreppach verantwortlich. Zum Erstellen der Nachrichten hat sich Manuel Merkle mündlich bereiterklärt. Auch Vereine können über Merkle Nachrichten wie anstehende Veranstaltungen bekanntgeben. Die Informationen müssen aber vom Bürgermeister freigegeben werden.

Die Kosten der App belaufen sich auf circa 2000 Euro für fünf Jahre. Für die Bürger und Benutzer ist die App kostenlos. Auch Mitfahrgelegenheiten können beispielsweise angeboten werden. Fragen via App zu stellen oder Kommentare zu schreiben, ist jedoch nicht möglich.

Laut Gemeinderat Klaus Wichler sind die bisherigen Nutzer mit der App sehr zufrieden. VG-Leiter Andreas Dellert sagte, dass auch innerhalb der Hofheimer Allianz eine kostenlose App geplant sei. Einige Ratsmitglieder wollten darauf warten und stimmten daher gegen die Heimat-24-App.

11 000 Festmeter Fichtenholz

Der Bericht von Revierförster Wolfgang Meiners über das Waldjahr 2020 fiel gemischt aus. Negativ war, dass vor allem die Fichte unter der Trockenheit und dem Käferbefall litt. 11 000 Festmeter Fichtenholz mussten eingeschlagen werden. Es gebe zwei bis drei größere Kahlflächen, vor allem im Bereich Gemeinfeld . Auch Buchen wiesen Schwundrisse durch die Trockenheit auf. Positiv war laut Meiners, dass das meiste Holz "gut an den Mann gebracht" werden konnte. Da die Wälder im Bereich Burgpreppach gut gemischt sind, sei der Schaden "im unteren Bereich". Gepflanzt wurde im vergangenen Jahr eine Palette von 13 Mischbaumarten, darunter vor allem wärmeliebende Edelhölzer. An Waldrändern seien zudem Obstbäume wie Wildbirne und Wildapfel gepflanzt worden, für die es eine erhöhte Förderung gibt. Unterstützung bei den Pflanzaktionen kam vor allem aus Hohnhausen.

Meiners appellierte an die Waldbesitzer, die "Bundeswaldprämie" zu beantragen. Pro Hektar Wald schütte der Bund 100 Euro aus. Dies würde er auch für den Gemeindewald tun, so dass er heuer mit einer Prämie von 29 000 Euro rechne, sagte Meiners. Aus dem Vertragsnaturschutz rechnet er mit weiteren 10 000 Euro, so dass unter dem Strich auch in diesem Jahr ein Plus von rund 42 000 Euro erreicht werden könne.