Unter dem Motto „Auf Achse für Frieden, Abrüstung und ein ziviles Europa“ ist derzeit die Friedensfahrradtour der „Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK) Bayern“ von Nürnberg nach Würzburg unterwegs und machte gestern Halt an der Mainlände in Eltmann . Mit ihrer „Aktions- und Promotiontour“ auf fahnengeschmückten Rädern wollen die mehr als 25 Teilnehmer dabei nicht nur von einem Ort zum anderen fahren, sondern Stätten mit militärischer Bedeutung aufsuchen und für die Ziele der aktuellen Friedensbewegung werben.

Wie Joachim Reitz aus Eltmann erläuterte, ist dies am Main die erste Übergangsstelle, der bis zur Mündung in den Rhein noch elf weitere Rampen folgen. Er präsentierte für die Gäste eine Ausstellung mit Bildern aus der Kriegszeit, der Zerstörung der alten Mainbrücke und dem Neubau der neuen Mainbrücke und auch vom früheren Hochwasser in Eltmann .

Bürgermeister Michael Ziegler ( SPD ) begrüßte als „Mayor for peace“ die Teilnehmer der „Friedensradtour“ und stellte seine Stadt Eltmann mit der „Lebensader Main“ vor.

Jährliche Aktion

Willi Rester, Sprecher der Bezirksgruppe Oberfranken, stellte heraus, dass die Friedenstour alljährlich seit 2004 eine Woche lang auf Fahrt gehe und in diesem Jahr bei fünf Tagestouren rund 350 Kilometer zurücklege mit Tagesetappen zwischen 60 und 70 Kilometern. Schwerpunkte der Radtour seien friedliche Proteste vor Einrichtungen der Bundeswehr und an Rüstungsbetrieben.

„Wir wollen mit der Tour interessierte Teilnehmer wie auch unbeteiligte Passanten und die Öffentlichkeit für die Gefahren sensibilisieren, die von Rüstungswettläufen ausgeht. Wir wollen Sicherheit neu denken und Alternativen zur militärischen Konfliktbekämpfung aufzeigen“, so Rester.