Zweimal beschäftigte sich der Stadtrat Eltmann in seiner Sitzung am Mittwochabend mit Schildern: Zum einen sollen neue Ortseingangstafeln die Gäste an den Eltmanner Stadtgrenzen begrüßen. Zum anderen gelang es der Stadt auch vor dem Verwaltungsgericht nicht, eine beleuchtete Werbetafel in der Bamberger Straße zu verhindern. Die Stadt hatte "genauso wenig Erfolg wie viele, viele andere Kommunen, die sich ebenfalls gegen den Wildwuchs dieser Tafeln wehren", hieß es in der Sitzung.

Der Widerspruch des Stadtrats wies vor allem auf die Lichtverschmutzung hin, was aber vor Gericht nicht gewertet wurde. In einer Viertelstunde war klar, dass das Landratsamt zurecht den ablehnenden Beschluss des Stadtrates ersetzt und die Baugenehmigung ausgesprochen hat.

Nicht beleuchtet werden die neuen Ortseingangstafeln, die im Gremium beschlossen wurden. Udo Rippstein von der Agentur "Factum" hatte schon einige Entwürfe mit dem Gremium besprochen, nun wurde feinjustiert. Anstelle des bisherigen Wappens mit dem Eltmanner Ritter ziert die neuen Tafeln das neue Logo der Stadt einschließlich des Goethe-Zitats "Hier beginnt der Süden" und einem "Herzlich willkommen" beziehungsweise "Auf Wiedersehen" auf der Rückseite. Auf der linken Seite wird das Schild von einer stilisierten Wallburg begrenzt, die zweidimensional gestaltet ist.

Nachdem der Bau eines Mobilfunkmastes in Nachbarschaft der Wallburg an den Stellungnahmen der Denkmalbehörde und der Unteren Naturschutzbehörde gescheitert ist, hatte der Bauausschuss in seiner letzten Sitzung des vergangenen Jahres einige Alternativstandorte vorgeschlagen, von denen es möglich sein sollte, die Mobilfunkversorgung im Bereich "In den Weingärten" und "Weingartenstraße" zu verbessern. Geprüft wurden zwei städtische Grundstücke, eines zwischen der Schleichacher Straße und der Balthasar-Neumann-Straße und eines am Öhrberg. Der Standort Öhrberg bedeutet zwar einen höheren Aufwand für die Bauherrin Deutsche Funkturm GmbH, doch weil dort der Mast besser durch den Wald kaschiert ist und die Untere Naturschutzbehörde schon eine positive Bewertung abgegeben hat, soll nun dieses Grundstück angeboten werden.

Planung für neuen Kindergarten

Der Neubau eines weiteren dreigruppigen städtischen Kindergartens nimmt Fahrt auf. Im Dezember beauftragte der Stadtrat das Vergabeverfahren für die Gebäudeplanung. Für ein weiteres Verfahren braucht es ein Extra-Gremium. Dieses soll nach Stadtratsbeschluss vom Mittwoch besetzt werden mit den drei Bürgermeistern , den Fraktionsvorsitzenden, der Kindergartenleitung, dem Bauamtsleiter und dem städtischen Techniker .

Einstimmig beauftragte der Stadtrat den Bürgermeister , in das Förderverfahren "Digital-Pakt 2" für die Grund- und Hauptschule zu starten. Die Maßnahmen seien mit beiden Schulleitungen bereits abgestimmt, sagte Bürgermeister Michael Ziegler ( CSU ); man könne 90 Prozent Förderung auf eine Investitionssumme von maximal 250 660 Euro erhalten. "Ziel ist es, alle Klassenzimmer optimal auszustatten; wenn am Ende ein paar Euro mehr zu Lasten der Stadt übrig bleiben, dann wollen wir uns das leisten", erklärte Ziegler mit Zustimmung des Gremiums. sw