„Wir haben gute Grundlagen, auf denen wir aufbauen und unseren Landkreis mit den Gemeinden weiter entwickeln können. Dabei bin ich dankbar, dass wir uns in den Kommunen einig sind, dieses wichtige Thema gemeinsam anzupacken und durchzustarten.“ Dies betonte Landrat Wilhelm Schneider bei der Vorstellung der Ergebnisse des „Digitalen Energienutzungsplanes für den Landkreis Haßberge“ vor dem Umwelt- und Werkausschuss in Haßfurt. Bei dieser Sitzung stellte sich auch der neue Klimamanager Philip Löser vor.

GUT-Geschäftsführer Marco Siller präsentierte den vom Institut für Energietechnik zusammengestellten Plan. Der größte Verbrauch entfalle auf Haushalte, Gewerbe oder Kommunen. Heute schon könnte man 72 Prozent des Stroms von erneuerbaren Energien gewinnen.

Bei der Wasserkraft gebe es nur geringes Ausbaupotenzial. Anders sehe es bei der Solarenergie aus, sagte Siller und verwies auf das im Oktober gegründete Klimaschutz-Netzwerk: „Sein Ziel ist es, einen CO2 -freien Landkreis zu ermöglichen.“

Wolfram Thein ( SPD ) meinte, dass man dieses Thema fraktionsübergreifend behandeln müsse.

„Es wird immer viel geredet und gefordert. Aber ich habe einen konkreten Vorschlag, der auch gleich umgesetzt werden kann“, warf Stefan Paulus ein und brachte den Straßenverkehr mit seiner hohen Bedeutung für den CO2 -Ausstoß ins Gespräch.

Seine Forderung war, dass der Landkreis auf seinen Straßen ein Tempolimit einführen soll. Das ergänzte er mit dem Hinweis: „Ich freue mich, dass auch die CSU die Bedeutung der Klimapolitik erkannt hat.“ Steffen Vogel konterte: „Ich verwahre mich gegen diese Grundunterstellungen und gegen Vorhaltungen gegen eine Fraktion. Wir sollten lieber konstruktiv zusammenarbeiten.“ Kämmerer Marcus Fröhlich forderte die Fraktionen auf, zu diesem Thema ihre Anträge einzureichen für ein Konsenspapier, das man final besprechen wolle. gg