Mit dem Deutschen Requiem von Johannes Brahms endete am Sonntag die diesjährige Konzertreihe von „Klang-Kontakte, Musik in Königsberger Kirchen“ in der Regiomontanusstadt. Aufgeführt wurde das Requiem in der Marienkirche in Königsberg.

Das Requiem wurde von Brahms zwischen 1865 und 1868 komponiert und besteht in der endgültigen Fassung aus sieben Sätzen. Zu hören war bei dieser Aufführung eine Bearbeitung des dänischen Organisten Knud-Erik Kengen, der das ganze Potenzial einer großen Orgel nutzt. Gleichzeitig schaffte das kleine Gesangsensemble große Transparenz und Eindringlichkeit.

Eine Musik des Trostes

Unter einem Requiem versteht man gemeinhin die Liturgie der Totenmesse der katholischen Kirche beziehungsweise kirchenmusikalische Kompositionen zum Totengedenken. Brahms gestaltete das Deutsche Requiem aber nicht als Trauermusik, sondern zum Trost derer, „die da Leid tragen“, also als eine von Ernst, Würde und Zuversicht getragene Musik für die Lebenden.

Diesen musikalischen und textlichen Inhalt verstanden die Akteure des Abends mit Würde, Stimmgewalt und Können an die Konzertbesucher weiterzugeben. Der Part der Orgelbegleitung lag in den Händen von Franz Josef Stoiber , dem gegenwärtigen Domorganisten an St. Peter in Regensburg, der die Mühleisenorgel der Stimmung entsprechend mit viel Gefühl erklingen ließ und ein Begleiter des kleinen Chores war. Der chorische Teil wurde vom kleinen Chor der Klangverwaltung des Mozarteums Salzburg übernommen. Zwölf Sängerinnen und Sänger erfüllten mit ihren Stimmen das gewaltige Gotteshaus. Dieser Chor war 2000 von Ennoch zu Guttenberg gegründet worden. Auch die Solopartien wurden auf höchstem Niveau von Sopranistin Bettina Meiners und Bariton Benjamin Sattlecker gesungen. Die Gesamtleitung des Konzertes hatte Christiane Bütting.