Laut Experten ist die Ablenkung durch das Smartphone eine der häufigsten Unfallursachen und Ablenkung am Steuer allgemein verantwortlich für jeden zehnten Unfalltoten. Denn auch das Einstellen des Navigationsgerätes, die Bedienung des Radios oder Beifahrer sind als Ablenkungsfaktoren nicht außer Acht zu lassen.

Während das Telefonieren oftmals schon durch entsprechende Freisprecheinrichtungen auch während der Fahrt ermöglicht wird, hat das Lesen und Schreiben einer Nachricht während der Fahrt fatale Nebenwirkungen, so die Kreisverkehrswacht Kronach, die sich in diesen Tagen ganz besonders mit der Ablenkung durch Handys befasst.

Handy entsperren, Nachricht lesen und antworten - in rund 20 Sekunden durchaus zu schaffen. Bei einer Autofahrt mit 50 km/h bedeuten diese 20 Sekunden jedoch einen Blindflug von über 300 Metern, bei dem nicht auf die Straße geachtet wird, so die Kreisverkehrswacht.

Aber nicht nur Fahrzeugführende und Radfahrende stellen für sich und andere eine Gefahr dar, wenn sie sich im Straßenverkehr lieber ihrem Handy widmen, so die Organisation. Auch Fußgänger, die sogenannten "Smombies" (eine Mischform aus den Begriffen Smartphone und Zombie), werden zur gleichen Gefahr, wenn sie nur aufs Smartphone starren, statt auf den Verkehr zu achten.

Daher gelte: Das Handy hat Sendepause im Straßenverkehr. Die Kreisverkehrswacht bittet die Verkehrsteilnehmer: "Schalten Sie es ab oder in den Flugmodus vor Fahrtantritt. So kommen Sie gar nicht erst in die Versuchung zu schreiben, zu lesen oder zu telefonieren."

Die Gefahr der Handybenutzung am Steuer werde einfach unterschätzt. Und das nicht nur von den jungen Leuten. Laut einer Forsa Studie des ACV aus dem Jahr 2016 benutzen während der Autofahrt 81 Prozent der 18- bis 44-Jährigen, 66 Prozent der 45- bis 49-Jährigen und auch noch 38 Prozent der 60-Jährigen und Älteren das Handy.

Das Fazit der Kreisverkehrswacht: Im Straßenverkehr heißt es daher stets: Finger weg vom Handy und volle Aufmerksamkeit. Damit Sie auch noch morgen erreichbar sind.