Ebern/Pfarrweisach — Eine Reise in die Vergangenheit haben die Kinder der Klasse 2b der Grundschule Pfarrweisach zusammen mit der Lehrerin Siglinde Krebs gemacht. "Wir haben viel im Heimatmuseum gelernt. Und das Wetter hat auch für ein leckeres Eis gepasst", erzählt Siglinde Krebs über den Tag des praktischen Heimat- und Sachunterrichtes in Ebern. "Was die Kinder am meisten beeindruckt hat, war die Art und Wiese, wie die Lehrer früher mit den Schülern gesprochen haben."
Wolfgang Köhler, ehemaliger Hauptschullehrer aus Ebern, führte die Zweitklässler durch das Eberner Heimatmuseum. Im nachgebauten Klassenzimmer erlebten sie eine Schulstunde, wie sie zu Uromas-Zeiten war. "Gerade sitzen und Hände auf den Tisch!", rief Wolfgang Köhler mit strenger Miene durch den Raum. Einige waren verunsichert, ob das jetzt lustig oder ernst gemeint war. Aber es war diesmal lustig und anschaulich gemeint.

Auch das Alte hat seinen Reiz

Die engen Bänke mit Klappsitzen, auf denen die Schüler Platz genommen haben, die Schiefertafeln und Tintenfässer, und allen voran die "Eselsbank" waren Dinge, die die Kinder faszinierten und sie in Umrissen erahnen ließen, wie der Schulalltag vor vielen Jahren aussah.
Was die Kinder neben den Schulsachen noch interessierte, waren die alten landwirtschaftlichen Geräte, die sich auf dem Speicher des Ebern Heimatmuseums befinden. "Da gab es kein Ende der Fragen", erinnert sich Krebs. Wolfgang Köhler erzählte, welche Handwerksutensilien früher eingesetzt wurden. "Das war richtig schwere Arbeit damals. So viele Maschinen wie heute gab es nämlich nicht", verdeutlichte er den neugierigen Kindern.
"Das Heimatmuseum eignet sich perfekt für den Geschichtsunterricht", so das Fazit von Krebs, "zum Schluss haben wir sogar noch einen Stummfilm anschauen können." Nicht nur das Neue, sondern auch das Alte und Vergangene hat seinen Reiz - auch für Kinder. je