VON Antonia Steinhausen, Magdalena
Kaiser UND JOHANNES BINDNER

Rom — Der Tag beginnt viel zu früh - 6.45 Uhr Frühstück! Auch wenn die Sommerzeit zu Ende ist, und wir eine Stunde geschenkt bekommen, sind alle noch sehr müde. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt haben wir noch einen sehr langen Marsch vor uns.
Die Größe des Kolosseums ist für die damalige Zeit beeindruckend. Es erstaunt uns, wie sich die Sklaven im Labyrinth der unterirdischen Gänge zurechtgefunden haben. Über die Originalstraße von Kaiser Augustus gelangen wir anschließend zum Forum Romanum, von dem nur noch ein Trümmerhaufen übrig ist. Völlig erschöpft verlassen wir nach zwei Stunden die Antike und stürzen uns ins modernere Rom. Endlich gibt es Freizeit am Pantheon und an der Piazza Navona. Wir dürfen in Gruppen die Stadt erkunden und verlieren prompt die Orientierung. Rom ist ziemlich überlaufen.

Andacht über den heiligen Petrus

Am nächsten Tag steht ein Abstecher in den Vatikanstaat auf dem Programm. Beim Betreten des gigantischen Hauptschiffes des Petersdoms über einen eigens für uns von den "normalen" Touristen getrennten Weg bleibt einigen von uns erst einmal die Sprache weg.
Auch wenn man nach einem ersten Moment des Staunens die eine oder andere Diskussion über den Geschmack der Innenausstattung hören kann. Es folgt ein Marsch quer durch die Massen von neidischen Touristen, ehe, sobald endlich für jeden ein Sitzplatz gefunden ist, Dekan Kemmer den Vespergottesdienst feierlich beginnt.
Trotz der aufgrund von Fußmarsch und durchwachten Nächten vertretenen Müdigkeit wird wohl jeder von der besonderen Stimmung der Messe ergriffen, als der Chor der Schule die ersten Lieder anstimmt und der Dekan seine Andacht über den heiligen Petrus und dessen Lebensgeschichte hält.
Der Organist, Dr. Reinhard Döring, der die Vesper auf der Orgel gekonnt begleitet, ist eigens aus Höchstadt angereist. Nach der stimmungsvollen Andacht bietet sich noch viel Zeit, die monumentale päpstliche Kathedrale zu besichtigen, bevor die einzelnen Schülergruppen weiterfahren zu verschiedenen Zielen wie dem wunderschönen Bummelviertel Trastevere oder der Kuppel des Doms. Es werden die ersten bedauernden Stimmen ob der stetig schrumpfenden verbleibenden Zeit laut.