"Unsere Mittelschulen bieten Erfolg durch Praxis" betonte Schulamtsdirektor Norbert Hauck, als er im Schulamt Mittelschüler ehrte, die mit besonderen Leistungen den besten qualifizierenden Abschluss der Mittelschule und den besten mittleren Schulabschluss der Mittelschule im Schulamtsbereich Lichtenfels erreicht hatten.
Lehrplan, Fächerangebot und Unterrichtsmethoden kämen durch berufsbezogenes Lernen den Interessen und Begabungen des Mittelschülers entgegen und würden der Schulart ein eigenes Profil geben. Die drei Säulen der Mittelschule seien die Berufsorientierung, das Allgemeinwissen und die Persönlichkeit. "Unsere Schüler besuchen keine Restschule, schließlich nutzen im Durchschnitt 30 Prozent aller Schüler diese Schulart, die wichtig für die Industrie und das Handwerk in unserer Region ist, da der Großteil der Schüler in unserer Region bleibt", erläuterte Hauck. Mittelschülern würden alle Wege offen bleiben.
An den Mittelschulen werde viel geleistet, weshalb die jungen Absolventen gute berufliche Chancen hätten, noch dazu, wenn sie so gute Abschlüsse vorweisen können, unterstrich Landrat Christian Meißner. Schließlich wüssten Handwerk und Industrie, was sie an ihren Mittelschülern hätten.
Kreishandwerksmeister Mathias Söllner beglückwünschte die besten Mittelschulabsolventen im Namen der Handwerkskammer für Oberfranken und der Kreishandwerkerschaft Lichtenfels. In Oberfranken habe das Handwerk eine lange Tradition, aktuell würden rund 4500 Lehrlinge ausgebildet werden. Söllner stellte besonders heraus, dass das Handwerk einen ordentlichen Mittelschulabschluss zu schätzen wisse. Das erkenne man auch daran, dass mehr als die Hälfte aller Lehrlinge, die das Handwerk ausbildet, aus den Mittelschulen kämen. "Wir wissen, was Sie können und wir wissen, dass Sie sich bei uns bewähren", rief der Kreishandwerksmeister den besten Absolventen zu.


Alle Wege offen

Peter Belina, Geschäftsführer des IHK-Gremiums Lichtenfels, hob hervor, dass Lichtenfels seit Jahren die besten Absolventen in Oberfranken habe, was daran liege, dass die Unternehmen die Ausbildung ernst nähmen. Die Mittelschulabsolventen hätten mit dem guten Schulabschluss die Grundlagen geschaffen, in drei Jahren könnten sie eine Ausbildung abgeschlossen haben und dann stünden ihnen alle Wege offen und sie könnten sich beispielsweise zum Meister weiterqualifizieren.
Der Schulamtsdirektor überreichte schließlich den besten Mittelschulabsolventen Urkunden. Eine herausragende Leistung vollbrachte Eva Strömsdörfer aus Weismain mit dem besten mittleren Bildungsabschluss mit einer Gesamtnote von 1,11. Sie gibt sich damit aber nicht zufrieden, sie wird vielmehr in den nächsten Jahren weiter die Schulbank drücken. Nach dem Besuch einer Einführungsklasse für Mittel- und Realschüler strebt sie das Abitur und anschließend ein Studium an. Den besten Abschluss bei den Jungen schaffte Julian Vorndran aus Weismain, der demnächst eine Ausbildung für Energie- und Gebäudetechnik bei der Firma Elektrotechnik Rehe in Weismain beginnen wird.
Zum besten qualifizierenden Abschluss konnte der Schulamtsdirektor Saskia Günther aus Bad Staffelstein mit einem Notendurchschnitt von 1,4 beglückwünschen. Sie möchte erst noch die 10. Klasse absolvieren, ehe sie eine Ausbildung als technische Produktdesignerin in Angriff nehmen wird. Den besten Notendurchschnitt mit 1,4 erreichte bei den Schülern Gerald Brodkorb. Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgte Gerhard Waldschütz am Piano.