Der herzhafte Biss in den Burger zeigt eindrücklich: Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar, Oberbürgermeister Andreas Starke und Jonas Ochs von "Bambägga" schmeckt es. Die drei sind zu Gast bei André Franke, der am Maxplatz seit zwei Wochen den sogenannten Kulturburger verkauft. Der Burgerstand heißt "Der Franke - Streetfood".

Was ist ein "Kulturburger"?

Der "Kulturburger" ist ein vegetarisches, wahlweise veganes Gericht mit hundert Prozent selbst gemachten Zutaten, wie der Gastronom stolz erzählt. Dabei stecken nicht nur lokale Zutaten im Burger, sondern zwei Euro pro Stück fließen auch in kulturelle Projekte in der Stadt. 500 Euro kamen bereits zusammen, die der Kulturfabrik in der Ohmstraße zugutekommen.

Das freut auch Rapper Ochs, der als erster frischgekürter "Kulturburgermeister" die Initiative für einen Monat nach außen vertreten darf: "Respekt, wer in dieser schwierigen Zeit als Gastronom etwas für die Kultur abgibt." Für das Hip-Hop-Kollektiv sei Regionalität eine wichtige Angelegenheit. Ochs arbeitet selbst bei der Lebenshilfe und hatte bereits vor der Corona-Krise Interesse, die Initiative auf die Beine zu stellen.

"Der Kulturburger ist eine pfiffige Idee!", betont Kulturreferentin Siebenhaar. Die Kulturfabrik könne auch dank der Unterstützung kostenlose Räume für Kulturschaffende bereitstellen, die sehr nachgefragt würden.

Für den Oberbürgermeister sind solche Initiativen wichtig, um das kulturelle Leben am Laufen zu halten: "Kultur ist ein hoher Wert, den wir nicht aufs Spiel setzen wollen", findet Starke.

Möglicherweise wächst die Speisekarte der Kulturgerichte in der nächsten Zeit. Gastronom Franke will auf jeden Fall auf weitere Gaststätten zugehen, vegetarische oder vegane Gerichte anzubieten, die ebenfalls Erlöse für die Kultur in der Stadt einspielen.