Über 200 000 Euro hat die Stadt Bad Rodach in die Digitalisierung der Grund- und Mittelschule investiert. Für 5600 Euro wurden Luftreinigungsgeräte angeschafft. Dass das Geld sehr gut angelegt ist, darüber waren sich Geschäftsführer Uwe Schmidt, Fachoberlehrerin Alexandra Schyma, Bürgermeister Tobias Ehrlicher, Schulleiterin Manuela Oppel und Kämmerer Michael Fischer einig, als sie die technischen Errungenschaften vorstellten.

Schon als es die ersten Anzeichen gab, dass Unterricht in der bislang bekannten Form wegen der Corona-Pandemie nicht mehr möglich sein wird, bereitete Systembetreuerin Alexandra Schyma gemeinsam mit dem Medienteam der Schule sowie den Hausmeistern den Online-Unterricht vor. Wie Manuela Oppel bei einer Pressekonferenz mitteilte, sind alle Schüler und Lehrer mit "convertiblen Notebooks" ausgestattet, die Geräte in das Schulsystem eingebunden. Dies sei die unabdingbare Grundlage gewesen für erfolgreiches Homeschooling.

Ausleihen und Vorfinanzieren

Wichtig sei allen Beteiligten gewesen, dass kein Schulkind während des Distanzunterrichts "auf der Strecke" bleibt. Eltern, die wegen ihres geringen Einkommens kein Notebook für über 1000 Euro kaufen konnten, wurde die Möglichkeit geboten, es zu leihen. Schyma sagte, es seien 21 Leihgeräte ausgegeben worden. Zudem habe, wie Oppel berichtete, der Förderverein der Schule Eltern das Angebot gemacht, Notebooks vorzufinanzieren.

Um auch für den Präsenzunterricht gut gerüstet zu sein, kaufte die Stadt sieben Luftreinigungsgeräte und 21 Kohlendioxid-Messgeräte.

Tobias Ehrlicher (SPD) zählte noch mehr auf: "Wir haben das Schulgebäude mit einer Gigabitverbindung an das Internet angeschlossen, 80 Computer zur Verfügung gestellt, alle Klassenzimmer und Fachräume mit PC, Beamer und Dokumentenkamera ausgestattet, 40 iPads angeschafft und einen 3-D-Drucker installiert." Der Freistaat Bayern habe die Schule dabei unterstützt. mr