Grüne aus Bayern, Hessen und Thüringen werben gemeinsam für besseren Nahverkehr auf dem Land und haben deshalb einen Bus-Shuttle zum Nahverkehrstarif aus der Rhön zum "Electronic Green" Festival in Geisa organisiert. "Ich wollte einfach mal eine andere politische Aktion machen. Etwas, wo die Leute nicht nur hören, sondern erfahren, dass politische Entscheidungen ihr Leben verbessern oder verschlechtern können", sagt Manuela Rottmann, Kandidatin der Grünen für die Bundestagswahl in der Bayerischen Rhön. "Und das Nahverkehrsangebot auf dem Land ist genau so ein Punkt." Schnell war die Idee entstanden, ein Bus-Shuttle zu einem Event zu organisieren, zu dem die jungen Leute aus der Rhön sonst nur mit dem Auto oder gar nicht kämen.


Unterstützung für die Rhön

"Electronic Green" heißt das Technofestival, das nunmehr im achten Jahr in Geisa in der Thüringischen Rhön stattfindet und jedes Jahr mehr Besucher anzieht. "Bei dem Titel dachten wir natürlich sofort, dass das perfekt zu uns Grünen passt. Wie die Faust aufs Auge", lacht Christopher Riller, Mitglied im Kreisvorstand der Grünen Rhön-Grabfeld. Die Kooperation mit Festival-Veranstalter Stephan Zimmermann habe gut funktioniert. Neben weiteren Grünen-Verbänden aus Unterfranken und Hessen sind auch die Grünen aus dem Regionalverband Wartburgkreis/Eisenach, wo das Festival stattfindet, mit von der Partie.
Andreas Hundertmark, dortiger Direktkandidat der Grünen für die Bundestagswahl, sagt: "Wir brauchen einen besseren Nahverkehr auf dem Land. Aber wir brauchen natürlich auch Leute, die hier etwas veranstalten, wo es sich lohnt hinzufahren." Dass Stephan Zimmermann dieses Festival jedes Jahr in der Rhön auf die Beine stelle, und nicht in Berlin oder München, sei großartig. "Wenn wir was für die Rhön tun wollen, dann müssen wir solche Leute unterstützen", findet Hundertmark. red