Mit den beiden Großbaustellen in der Gemeinde Himmelkron, dem Neubau der Kindertagesstätte "Mäuseparadies" und der Schaffung einer Außenstelle für das Rathaus in der Markgrafenstraße 11 a ist der Gemeinderat nahezu auf der Zielgeraden. Die Freude war auch Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) anzumerken, denn es wurden in der Sitzung des Gemeinderates am Dienstagabend weitere Vergaben auf den Weg gebracht und nicht alle sorgten bei der derzeitigen Kostenexplosion auf dem Bausektor für Mehrkosten. Erfreulich auch, dass Bewegung in den Mehrgenerationen-Freizeitplatz am früheren Bahnhof von Himmelkron kommt.

Zunächst beschäftigte sich der Gemeinderat mit mehreren Bauanträgen und einer Einbeziehungssatzung. Keine Einwendungen gab es zum Anbau eines Kaltwintergartens an ein Wohnhaus in der Maintalstraße 19 und zum Anbau einer Terrassenüberachung mit Verglasung am Wohnhaus Edellaitsch. Auch die geplanten Anbauten am Wohnhaus Brandenburger Straße 1 wurden vom Gremium durchgewunken. Klare Sache war auch der Beschluss zur Einbeziehungssatzung für Teilflächen in der Bahnhofstraße in Lanzendorf. Und auch der Nachbargemeinde Trebgast signalisierte das Gremium Zustimmung für die 23. Änderung des Bebauungsplanes "Sommeracker".

Verwundert über Trebgast

Einen "Seitenhieb" in Richtung der Nachbarn konnte sich Bürgermeister Gerhard Schneider am Ende aber nicht verkneifen und verwies auf ein Schreiben seiner Gemeinde an die Gemeinde Trebgast. Darin zeigte sich Schneider verwundert, dass sich die Gemeinde Trebgast dem Antrag des Bündnisses gegen das Gewerbegebiet Himmelkron-Nord angeschlossen hat und vorschlug, die Planungen für das Gewerbegebiet zurückzustellen und das Ergebnis des Niederschlagsabflussmodells abzuwarten. Schneider stellte dazu fest: "Nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, sondern auch die kommunalpolitischen Entscheidungsträger sollten nämlich über den Ablauf eines städtebaulichen Planungsprozesses bestens informiert sein. Die öffentlichen und privaten Belange werden bei der Aufstellung der Bauleitpläne seit jeher gegeneinander und untereinander gerecht abgewogen. Das Abwägungsgebot, als zentrales Gebot rechtsstaatlicher Planung, besitzt in der Gemeinde Himmelkron einen erheblichen Stellenwert."

Die Bitte der Nachbargemeinde hat Himmelkron, wie Bürgermeister Schneider erklärte, folglich auch zurückgewiesen.

Danach erfolgten zahlreiche Beschlüsse für die Vergabe von Gewerken in der Rathausaußenstelle in der Markgrafenstraße und dem Kita-Neubau "Mäuseparadies", alle einstimmig. Weitere Estricharbeiten für die Rathausaußenstelle wurden an die Firma Bobik, Goldkronach, zum Angebotspreis von 4713 Euro vergeben. Und für die Kindertagesstätte wurden folgende Arbeiten vergeben: Stahlbauarbeiten: Metallbau Löhner, Naila, 78.455 Euro; Tischlerarbeiten: Der Holzknock, Presseck/Schnebes, 50.864 Euro; Sanitärtrennwände: Sana Trennwandbau GmbH, Luhe-Wildenau, 11.367 Euro; Kindermöbel, Bad Rodach, 21.461 Euro; Büro- und Erwachsenenmöbel: Layer, Bayreuth, 20.276 Euro; Nachtragsangebot für die Spiellandschaften: Kameleon Raumkonzepte, Mainleus, 23.800 Euro.

Mit der Vergabe von Schwarzdeckenarbeiten am alten Bahnhofsgelände in Himmelkron wurde auch die Voraussetzung geschaffen, die Outdoor-Fitnessgeräte am Mehrgenerationen-Freizeitplatz aufzustellen. Der Auftrag ging an die Firma Rädlinger GmbH, Selbitz/Cham, mit 29.013 Euro. Die Fitnessgeräte wurden an den Fachhandel für Sport- und Fitnessgeräte, Hamburg, mit Kosten von 19.331 Euro vergeben. Diese Maßnahme wird über das ILE-Regionalbudget mit 10.000 Euro gefördert.

Jugendbeauftragte Katja Kreutzer (FW) freute sich, dass es jetzt mit dem Freizeitplatz in die Endphase geht, und Sebastian Herrmann (CSU) gab zu verstehen, dass hier ein guter Kompromiss gefunden wurde, der alle, ob jung oder alt , berücksichtigt. Ergänzend zu den Outdoor-Fitnessgeräten wird auch der bisherige Skaterplatz als Sport- und Freizeitplatz mit Fußballtoren und Basketballkörben in einer kombinierten Lösung ausgestattet.