Johannes Höllein Die Fakten waren schon vor dem letzten Doppelspieltag der Hauptrunde in der Eishockey-Oberliga Süd geklärt: Der Höchstadter EC hat als Aufsteiger auf direktem Weg den Klassenerhalt geschafft und spielt um einen Platz in den Play-offs. Nun musste nur noch geklärt werden, mit wieviel Vorsprung der HEC auf die beiden hinter ihm platzierten und ebenfalls qualifizierten Teams in die Meisterrunde gehen würde.

Nach dem Verlauf der beiden Spiele gegen Landshut (s. Artikel rechts) und in Waldkraiburg gestern Abend muss konstatiert werden: Es hätte mehr sein können. Doch allein die Tatsache, dass es die Höchstadter es als Neuling bis hierher geschafft haben, verbietet es, zu nörgeln. Tatsache ist, dass die Aischgründer fünf Punkte mehr als der EV Lindau und elf mehr als der ambitioniert ERC Sonthofen. Punkte, die im Kampf um die Play-off-Plätze noch zu wichtigem Kapital werden können.

Oberliga Süd

EHC Waldkraiburg -

Höchstadter EC n. V. 5:6

(0:2, 2:2, 3:1) Die schnelle Gästeführung, die Jari Neugabuer bereits nach knapp zwei Minuten gelang, tat dem Spiel gut. Beide Teams setzten auf Tempo, suchten ihr heil im Angriff. Das war schön anzuschauen, der nächste Torerfolg stellte sich jedoch erst ein, als sich das geschehen beruhigt hatte. Markus Babinsky scheiterte zunächst an Sertl, bugsierte den Nachschuss aber zum 0:2 in die Maschen (18.).

Mit der Führung im Rücken startete der HEC schwungvoll ins Mitteldrittel, Ondrej Nedved (24.) und Robert Hechtl (30.) sorgten für eine komfortabel 4:0-Führung und etwas zuviel Sicherheit. Denn nun drehte Waldkraiburg auf. Vogl (31.) und Chaumont (37.) verkürzten noch vor der Pause - und auch der abermalige Seitenwechsel tat dem Sturmlauf des Tabellenletzten keinen Abbruch: Galoha (46.) und Chaumont (49.) stellten die Uhren wieder auf null.

Erst jetzt befreite sich Höchstadt wieder, doch der Führungstreffer von Neugebauer (51.) hatte nicht bis zum Schluss Bestand. Kaum hatte Martin Vojcak auf der Strafbank Platz genommen, schlug Galohas Schuss hinter Philipp Schnierstein zum 5:5 ein (58.).

Der HEC-Torhüter hielt seine Farben zu Beginn der dadurch nötigen Verlängerung reaktionsschnell im Spiel, dann bekamen die Alligators einen Penalty zugesprochen, den Thilo Grau für den Zusatzpunkt nutzte, der im weiteren Verlauf noch bis Mitte März andauernden Saison durchaus noch eine Rolle spielen könnte.