Das letzte Mal im weihnachtlichen Schmuck war das Gotteshaus zur Heiligen Dreifaltigkeit in Marktgraitz zu erleben. 40 Tage nach Weihnachten wurde die "Darstellung des Herrn" gefeiert. Der Brauch der ...
Das letzte Mal im weihnachtlichen Schmuck war das Gotteshaus zur Heiligen Dreifaltigkeit in Marktgraitz zu erleben. 40 Tage nach Weihnachten wurde die "Darstellung des Herrn" gefeiert. Der Brauch der Kerzensegnung führte dazu, dass das Fest als Mariä Lichtmess bekannt wurde. Pfarrer Lars Rebhan freute sich, dass mit dem Gospelchor "Good News" ein Gastchor singe, welcher eine wesentliche Bereicherung für diese Lichtmessfeier darstelle.
So gestalteten die über 30 Sänger unter der Leitung von Wolfram Brüggemann den Gottesdienst mit. Ein erster musikalischer Genuss waren die Gospels "Let us break bread together", "More than a Million" und "I´ve got a feeling", die sehr eindringlich mit der Liturgie einher gingen. Hatte der Chor den kirchlichen Teil noch auf der Empore bestritten, so zogen sie mit dem afrikanischen Zulu-Song "Siyahamba" zum Altar ein. Der Text des Liedes zum Lichtmesstag "We are marching in the light of god" passte sich hervorragend ein.
Mit den Gospelklassikern "Somebody´s knocking" und "Down by the Riverside" sowie "Sinner you know" stellte der Chor sein hohes musikalisches Können unter Beweis. Ein erster Höhepunkt waren die afrikanischen Lieder "Yakanaka Vhangeri" und "Sana, Sananina, Praise the Lord". Bei Yakanaka Vhangeri zeigte Wolfram Brüggemann, dass er nicht nur als Chorleiter, sondern auch als Solist außergewöhnliche Fähigkeiten besitzt. Rhythmisch perfekt und klanglich gut abgestimmt, konnte man erkennen, dass afrikanische Gesänge etwas Besonderes sind.
Dies war nicht anders bei "Sana, Sananina". Hier wurde die Fröhlichkeit afrikanischer Gesänge erlebbar. Vor dem geistigen Auge war durchaus eine afrikanische Steppe zu erleben. Dies war nicht anders beim "Sponono", einem afrikanischen Tanzlied. Augenscheinlich wurde auch, dass der Chor nicht nur äußerlich in Bewegung war, sondern viel Bewegung in den Gesang selbst brachte.
Bei dem Klassiker "Amazing Grace" und "The Rose", dem Welthit von Bette Middler, hieß es, sich bei feinster Intonation zurückzulehnen und zu genießen. Summend in einen Hauch von Nichts verklang diese tolle Nummer. "When the good time to praise the lord" fragte der Chor und gab am Ende die Antwort "The time is hat to now". "Swing low sweet chariot", dieser Gospel wurde vom Chor dynamisch und rhythmisch sehr facettenreich umgesetzt.
Wie für den Tag Maria Lichtmess gemacht waren die nächsten beiden Lieder "This Little Light of Mine" und "Let my light shine bright". Hier zeigte sich die Freude des Chores am Gesang. Begeisternd, aber dennoch musikalisch sicher und rhythmisch ausgefeilt brachten die Sänger das Publikum endgültig auf ihre Seite. Eine traumhafte Melodie, die klanglich sehr schön umgesetzt wurde, war dann "I've got a feeling". Klangvolle Männerstimmen waren das Fundament beim Song "Celebrate". Nochmals brachte der Chor seine Erkennungsmelodie "Good News" ins Programm, wo das Publikum begeistert mitklatschte.
Beim irischen Reisesegen "Möge die Straße uns zusammenführen" sangen alle kräftig mit. Mit dem Spiritual "He´s got the whole World" endete ein prima Konzert.