von unserer Mitarbeiterin Sonja Adam

Himmelkron — Der Gesangverein Himmelkron ist nicht nur ein Chor, der Lust am Singen hat und diese Freude am gemeinsamen Musizieren auch anderen Musikliebhabern vermitteln möchte. Chorleiterin Renate Palder, die seit elf Jahren den Gesangverein unter ihre Fittiche hat, legt größten Wert auf Intonation, auf Klangreinheit und Dynamik. Und das konnten die Zuhörer beim Herbstkonzert hautnah erleben.
Für das Herbstkonzert in der Begegnungsstätte der Stiftskirche verlangte sie den 13 Sängern und 21 Sängerinnen einiges ab.
Richtig zur Bestform liefen die Sänger bei der launigen Forelle auf. Im Stil von Franz Schubert, aber auch im Kompositionsstil von Wolfgang Amadeus Mozart, von Carl Maria von Weber, von Richard Wagner oder im Stile von Franz Liszt brachten die Sänger das komplizierte und äußerst vielschichtige Werk zu Gehör. Köstlich auch die italienische Interpretation - mit Pathos.
Mehr als ein halbes Jahr hatte Renate Palder an dem Stück gefeilt und klangliche Reinheit und Dynamik-Besonderheiten fein herausgearbeitet.
Nicht weniger aufwändig war die Barkarole von Jacques Offenbach. Allerdings sollte Corinna Mytzka das bekannte und eingängige Werk am Flügel begleiten, doch sie verletzte sich beim Fußball schwer. Kurzerhand sprang Hanns-Georg Schmidt ein und übernahm den Klavierpart. Ohne Probe meisterte der Gesangverein Himmelkron die Herausforderung - und Pianist und Chor harmonierten hervorragend zusammen.
Das Publikum war begeistert - und wurde vom Gesangverein Himmelkron mit "Neigen sich die Stunden" als Zugabe belohnt.

Hohe Ansprüche

Ebenfalls hohen Anspruch hatten die Vorträge von Uta Lau, einer Sopranistin aus Bindlach. Gemeinsam mit Renate Palder am Flügel präsentierte Lau Kunstlieder wie Robert Schumanns "Widmung", "Lust der Sturmnacht" oder Schumanns "Wanderlied".
Und nicht nur die Schubert-Lieder waren eine Ohrenweide, auch das Brahms-Medley mit dem bekannten Guten-Abend, gute Nacht-Wiegenlied überzeugten.
Eine völlig andere Klangfarbe ins Herbstkonzert dagegen brachten die Chorfreunde "Sang &Klang" Wölbersbach: Der junge Chor hatte unter der Regie von Christine Werner witzige und zeitgenössische Lieder und Evergreens wie "Barbara Ann" von den Beach Boys, Leonhard Cohens-Superhit "Hallelujah". "Lean on me" oder "Sailing" und "King of the road" einstudiert.
In einem weiteren Auftrittsblock präsentierte die Wölbersbacher "Den Frosch im Hals", und "Der vierstimmig Chor" - beides Lieder, die sich mit dem Chorgesang selbst beschäftigen. Und auch Reinhard Meys legendäres "Über den Wolken" und "An Irsih blessing" sorgten für gute Unterhaltung beim Herbstkonzert.