Voll besetzt waren die Zuhörerstühle bei der Gemeinderatssitzung in der Geracher Laimbachtalhalle, stand doch wieder einmal die Dorferneuerung mit Bericht über den aktuellen Sachstand auf der Agenda. Bürgermeister Sascha Günther (CSU) informierte somit über die Ergebnisse eines Ortstermins mit dem zuständigen Sachbearbeiter des Amtes für Ländliche Entwicklung. Ingenieur Wolfgang Müller (Planungsbüro IWM, Gochsheim), Manfred Ellner für die Teilnehmergemeinschaft sowie Zweiter Bürgermeister Thomas Motschenbacher (CSU) berichteten dem Gremium ebenfalls.

Begonnen werden solle, so Bürgermeister Günther, im Jahr 2022 mit dem Dorfplatz "Am Damla mit Käppala" und dem Parkplatz vor der Halle, wobei die Ausschreibung bereits im Herbst 2021 erfolgen solle, um bessere Preise zu erzielen. Erst danach wäre es sinnvoll, die Straße in Angriff zu nehmen, damit nachfolgende Schäden durch Baumaschinen vermieden werden. Der Abschluss sei für 2024 geplant.

Ingenieur Müller erklärte bei diesem Ortstermin die einzelnen Maßnahmen und Änderungen zur Vorplanung im April 2019: Die Stufen vor der Kapelle können wegfallen. In einer Breite von 1,20 bis 1,50 Meter soll ein wassergebundener, barrierefreier Weg mit einem Anstieg von zwei Prozent vor dem Beet zum Eingang des Gebäudes geführt werden. Die Form des Brunnen müsste in seinen Maßen und Materialien schon jetzt skizziert werden, wobei man sich auch über die Wasserzufuhr, ob von der Quelle oder vom Holzgraben her, Gedanken machen müsse. Zu empfehlen wäre es, ihn an die Sitzmöglichkeiten bei der Pergola heranzurücken, und somit einen räumlichen Zusammenhang herzustellen.

Für den Wasserdurchlass aus Wellstahl müsse 72 Zentimeter unter der Deckschicht der Hauptstraße eine Betonplatte als Abdeckung vorgesehen werden, um die nötige Tragfähigkeit zu gewährleisten. Der Baum am Dorfplatz soll nach Wunsch der Bürger erhalten werden, so manifestierte Manfred Ellner die Diskussionsergebnisse vorheriger Besprechungstermine.

Bäume sollen bleiben

Bezüglich der Gestaltung des Parkplatzes schlug Ingenieur Müller für eine längere Haltbarkeit der Pflasterfläche eine Änderung der bisher vorgesehenen 3-cm-Rasenfuge vor, so dass eine 1-cm-Dränfuge als Kompromiss festgelegt wurde. Auch dort sollten die Bäume bestehen bleiben, da es anlässlich der Kerwa ausreichend Platz gebe, sowohl für das Aufstellen der Fahrgeschäfte durch die Schausteller als auch für die Zelte. Der Fußgängerdurchgang werde zur Mitte der ersten Parkreihe um drei Reihen verschoben.

Für die weiteren Planungsphasen wurde festgestellt, dass im Bereich "An der Ziegelhütte" kein Kanal vorhanden sei. Somit müsse der vordere Teil der Straße bis zur Wendeplatte an den vorhandenen Kanal der Hauptstraße angeschlossen werden. Zur Laimbachbrücke hin werde die Fahrbahn wie bisher als Dachprofil ausgebildet und durch seitliche Rinnen entwässert. Die Ausführung der Brücke selbst müsse noch einmal überplant werden, damit man mit einer einfachen Konstruktion Kosten einsparen könne.