Sie sind seit Jahren das vertraute Führungsteam der VR-Bank Oberfranken-Mitte: Dieter Bordihn und Stephan Ringwald. Seit November 2001 beziehungsweise November 2002 bilden sie den Vorstand der der ehemaligen Kulmbacher Bank - jetzt planen sie die Beendigung ihrer aktiven beruflichen Tätigkeit.

Der Aufsichtsrat der Genossenschaftsbank hat deshalb frühzeitig die Weichen für einen Generationenwechsel in der Regionalbank gestellt.

Von Karlsruhe nach Kulmbach

Zum 1. August 2021 wird der diplomierte Bankbetriebswirt Frank Kaiser in den Vorstand berufen. Das neue Gesicht im Gremium ist 45 Jahre alt, verheiratet, Vater von zwei Kindern und kommt aus dem badischen Karlsruhe nach Kulmbach. Er begann seinen beruflichen Werdegang nach der Ausbildung zum Bankkaufmann zunächst bei einer privaten Großbank, begleitete dort während seiner 13-jährigen Zugehörigkeit verschiedene Leitungsfunktionen im Privat- und Firmenkundengeschäft und studierte nebenberuflich an der Frankfurt School of Finance & Management.

Nach einem kurzen Aufenthalt bei einer Unternehmensberatung für die Bereiche Steuerung und Aufsichtsrecht wechselte Kaiser 2013 als Bereichsleiter einer Genossenschaftsbank in die Genossenschaftliche Finanz-Gruppe. Bis zu seinem Antritt in der VR-Bank Oberfranken-Mitte im August verantwortet er dort als Ressortleiter und Prokurist die Bereiche Risikocontrolling, Meldewesen, Steuerung und das Rechnungswesen.

Im Zeitraum August bis Oktober 2021 übernimmt Frank Kaiser von Dieter Bordihn die Verantwortung für die Bereiche IT, Marktfolge Aktiv, Organisation, Personal, Compliance und Unternehmenssteuerung. Zum 31. Oktober 2021 beendet Dieter Bordihn nach 20 Jahren Vorstandstätigkeit dann sein aktives Berufsleben.

Nur kurze Zeit später kann Stephan Ringwald seinen Nachfolger begrüßen. Zum 1. Januar 2022 wird Markus Schappert als weiteres Vorstandsmitglied berufen. Der 47-jährige Bayreuther ist verheiratet und ebenfalls Vater von zwei Kindern. Nach seiner genossenschaftlichen Ausbildung zum Bankkaufmann studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Regensburg. Neben seiner anschließenden Tätigkeit in einer Unternehmensberatung für Finanzdienstleister promovierte er am Wissenschaftlichen Zentrum der Universität Basel und wechselte im Oktober 2008 zur Volksbank-Raiffeisenbank Bayreuth. Dort verantwortete er als Prokurist die Bereiche Privat- und Firmenkunden und wurde im Januar 2013 in den Vorstand berufen. Seit der Fusion zur VR-Bank Bayreuth-Hof Anfang 2017 ist er dort als Vorstandsmitglied für die Bereiche Firmenkundengeschäft, Treasury und das Marketing inklusive Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Stephan Ringwald, verantwortlich für das Privat-, Individual- und Firmenkundengeschäft sowie für die Abteilungen Innenrevision, Sekretariat, Vertrieb und Marketing, verabschiedet sich im Laufe des Jahres 2022 in den Ruhestand.

Aufsichtsrat hat entschieden

Der Aufsichtsrat hat sich bei der Auswahl der Vorstandsnachfolger bewusst für einen Generationenwechsel entschieden. Stephan Ringwald und Dieter Bordihn begrüßen diesen Entschluss.

"Die Herausforderungen im Bankgeschäft wachsen stetig. Zusätzlich zu den mit der Niedrigzinsphase verbundenen Herausforderungen, den umfassenden Einflussfaktoren aus Politik und Wirtschaft sowie Regulatorik, nehmen auch die Anforderungen aus der Digitalisierung zu", so Ringwald. Und sein Kollege Dieter Bordihn ergänzt: "Mit Frank Kaiser und Markus Schappert übergeben wir den Staffelstab an eine neue Generation. Wir wünschen dem künftigen Führungsteam viel Erfolg!"

Bordihn und Ringwald ist es in den letzten zwei Jahrzehnten mit ihrer nachhaltigen Unternehmensführung gelungen, für ein solides und gesundes Wachstum der Bank zu sorgen und die Substanz zu stärken. Ihr Wirken war geprägt von Vertrauen, Offenheit und Verbundenheit mit der Region - dies wird nicht zuletzt sichtbar durch mehr als 29 000 Mitglieder, die die größte Personenvereinigung in den Landkreisen Kulmbach und Kronach bilden. red