"Corona hat uns mehr denn je im Griff!" Mit diesem Satz begann Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) die Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend in der Turn- und Sporthalle der Grund- und Mittelschule. Daher bat er Räte wie Gäste, die erhöhten Schutzmaßnahmen besonders zu beachten.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt betraf auch gleich den Ausweich-Sitzungsraum des Abends. Beschlossen wurde die "optische, funktionelle und sicherheitstechnische Generalsanierung der Schulsporthalle". Darin eingeschlossen seien alle Nebenräume im Innenbereich für Geräte, Umkleiden, Duschen, Toiletten, Beleuchtung, Heizungsanlage. Im Rahmen einer Verhandlungsvergabe sollen mindestens drei geeignete Büros aufgefordert werden, Angebote für die Planungsleistungen abzugeben.

35 Prozent Förderung

Wie Rosenbauer dazu feststellte, sind Haushaltsmittel für die Generalsanierung bereits in den Jahren 2020 bis 2023 eingestellt. Nach einer unverbindlichen Kostenannahme werden die Aufwendungen auf insgesamt 820 000 Euro geschätzt. Generalsanierungen von kommunalen Sportstätten würden mit einem Orientierungs-Fördersatz von 35 Prozent der zuwendungsfähigen Kostenrichtwerte bezuschusst, meinte er.

Im September seien die Halle sowie deren Geräte turnusgemäß durch die Firma Bayerischer Sportstättenbau-Service überprüft worden. Schwere sicherheitstechnische Mängel seien umgehend behoben worden. Einzelmaßnahmen seien nach deren Urteil, wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll. Daher wurde eine bald möglichste Gesamtplanung empfohlen.

Das Gremium verfügte, dass der Bürgermeister ermächtigt werden soll, folgenden Auftrag an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben. Für die Umgestaltung des Rathausplatzes sollen die kümmernden Rotdornbäume herausgenommen und durch geeignete klimaresistente Bäume ersetzt werden. Zudem soll die Entfernung des Erdreichs mit Einbringung von Substrat und eines Bewässerungssystems erfolgen. Alternativ werde auch an eine Entwicklungspflege gedacht. Zudem ist die Anlage einer Hecke vor der Pflasterfläche der Hutstraße 1a vorgesehen.

Weitere Pflanzarbeiten sind im neuen Baugebiet "Breites Stück II" Obersiemau vorgesehen. Deshalb wurde der erste Bürgermeister ermächtigt, für fünf öffentliche Grünflächen die Arbeiten an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben. Die Angebotsfristen wurde jeweils auf den 26. Oktober festgelegt.

Feuerwehr-Bedarfsplan abgenickt

Der aktualisierte Feuerwehr-Bedarfsplan für alle acht Ortsfeuerwehren wurde von den Räten einstimmig beschlossen. Er soll regelmäßig fortgeschrieben und den aktuellen Entwicklungen angepasst werden. Die Umsetzung der mittelfristigen Investitionsprogramme sei je nach Priorität in das gemeindliche Haushaltsprogramm oder in die Finanzplanungsjahre aufzunehmen.

Für den gemeindlichen Bauhof beschloss der Gemeinderat die Ersatzbeschaffung eines VW Crafter mit Dieselmotor, Doppelkabine und Dreiseitenkipper-Aufbau sowie weiteren Zusatzausstattungen. Nach Abstimmung entschied sich das Gremium für ein Schaltgetriebe statt eines Automatik-Fahrzeugs. Den Zuschlag erhielt eine Firma aus Lichtenfels mit dem wirtschaftlichsten Angebot in Höhe von gut 54 000 Euro.