Alljährlich dürfen die Französischschüler der achten Klassen des CVG an einem Frankreichaustausch teilnehmen, doch was ist mit den Lateinern? Dazu machte sich das Caspar-Vischer-Gymnasium Gedanken und wurde im rumänischen Constanza fündig. Für das dortige Gymnasium hat man sich aus verschiedenen Gründen entschieden. "Der römische Dichter Ovid lebte dort in der Verbannung, es gibt viele Zeugnisse aus der Römerzeit, und das Rumänische ist eine lebende Sprache, die noch starke Wurzeln im Lateinischen hat", so Schulleiterin Ulrike Endres.
Constanza biete den Lateinschülern die Möglichkeit, die römische Kultur kennenlernen und viel über unsere östlichen Nachbarn zu erfahren. Außerdem sei Deutsch in Rumänien eine wichtige Kultursprache.
Nach einem Besuch von CVG-Schülern in Rumänien machten sich jetzt 13 Neuntklässer und zwei Lehrer zum Gegenbesuch nach Kulmbach auf, wo sie in Gastfamilien lebten. Ein vielfältiges Programm, ausgearbeitet von Waltraud Berner, sorgte für viel Abwechslung und kulturelle Einblicke. Ausflüge nach Bayreuth und Regensburg kamen bei den jungen Leuten ebenso gut an wie die Kulmbacher Stadtrallye, eine Wanderung zur Plassenburg oder die gemeinsame Kochaktion im museumspädagogischen Zentrum.
Die rumänischen Gäste besuchen in Constanza eine der besten staatlichen Schulen des Landes, das Schulsystem ist ähnlich dem in Deutschland,weist aber doch einige Unterschiede auf. "Bei uns besuchen alle die allgemeine Schule bis zur achten Klasse, erst danach trennen wir", erklärte Lehrer Laurentiu Diamandi. Er habe festgestellt, dass der Unterricht am CVG praxisorientierter ist, das große Interesse an Kunst und Theater sei toll.
Den Abschluss einer ereignisreichen Woche bildete eine abendliche Führung mit Nachtwächter Erich Olbrich.