Einzig mit Bauangelegenheiten befasste sich der Oberauracher Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag.

Rege Diskussionen gab es zum Aufstellungsverfahren für den Bebauungsplan "Löhlein" in Tretzendorf. Hier soll unter anderem die Oberflächenentwässerung über ein Regenrückhaltebecken erfolgen, dessen Inhalt dann über den Forellenweg in die Aurach geleitet werden soll. Anwohner sehen hier die Gefahr eines Hochwassers und schlugen eine alternative Entwässerung über die Raiffeisenstraße vor.

Dass dies technisch nicht möglich sei, verdeutlichte Bürgermeister Thomas Sechser (CSU). Dort verlaufen Kabel und Leitungen, so dass es nicht möglich sei, noch einen Kanal zu installieren. Das Planungsbüro habe aber berechnet, dass eine Entwässerung über den Forellenweg wahrscheinlich pro-blemlos verlaufen werde, sagte Thomas Sechser. Der Gemeinderat billigte den Vorentwurf für das Änderungsverfahren.

Im Gemeindeteil Fatschenbrunn ist derzeit kein freier Bauplatz zu erwerben. Aus diesem Grund bittet ein Antragssteller um Aufstellung einer Einbeziehungssatzung auf einem Grundstück mit 1555 Quadratmetern. Der Landschaftsplaner Roland Kraus erläuterte dem Gremium das Vorhaben. Durch die Einbeziehungssatzung soll Baurecht für den Neubau eines Wohnhauses mit Garage geschaffen werden, das sich in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen soll. Auf dem Grundstück befinden sich zwei öffentlich gewidmete Fußwege. Beide beschränkt-öffentlichen Fußwege beginnen in Verlängerung der Hadergasse und verlaufen nicht befestigt. Das geplante Bauvorhaben überschneidet sich mit dem von West nach Ost bestehenden Fußpfad, ohne den das Bauvorhaben nicht möglich ist. Ein anderer im Rahmen der Flurbereinigung gebildeter Weg, der besser befestigt ist, kann als Alternative benutzt werden. Der Gemeinderat beschloss die Einbeziehungssatzung, um Baurecht zu schaffen.

Ebenfalls um eine Einbeziehungssatzung ging es bei einem Bauvorhaben in Oberschleichach im Sandersgrund. Auch hier beschloss der Gemeinderat zuzustimmen - unter der Voraussetzung, dass das geplante Gebäude von drei auf zwei Vollgeschosse reduziert wird.

Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan "Am Hutweg" in Dankenfeld wurde aufgehoben. Grund dafür sind unverhältnismäßig hohe Erschließungskosten, die für die Oberflächenentwässerung erforderlich wären.

Auf Initiative des Gemeinderates Julian Bayer (Grüne) wird in diesem Jahr einmalig das geplante Budget für das coronabedingt abgesagte Abschlussessen des Gemeinderates für einen sozialen Zweck verwendet. Alle ehemaligen Einwohner Oberaurachs, die momentan in einem Altenheim in der näheren Umgebung wohnen, sollen ein kleines Blumenpräsent erhalten. Damit will der Gemeinderat zeigen, wie es hieß, dass in der Pandemie gerade diese Menschen nicht vergessen werden.