Aus der nichtöffentlichen Sitzung des Markgemeinderates vom 13. Juli gab Zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein als Sitzungsleiter die Beschlüsse bekannt.

Wie bereits mehrmals berichtet wird das bestehende Kinderhaus St. Josef der Katholischen Kirchenstiftung der Pfarrgemeinde Weisendorf erweitert. Der Markt Weisendorf wird die Kosten der Erweiterung sowie der Erstausstattung übernehmen.

Nach der Kostenschätzung kommen da knapp 2,5 Millionen Euro zusammen, und die Zusage der Kostenübernahme gilt unter dem Vorbehalt, dass die Zuwendung des Freistaats bei der Regierung von Mittelfranken beantragt und bewilligt wird. Für die Beantragung und Abwicklung sind die erforderlichen Unterlagen von der Katholischen Kirchenstiftung St. Josef vorzulegen. Die Zusage der Kostenübernahme gilt ferner nur unter dem Vorbehalt, dass die Auflagen, Bedingungen und Vorgaben der Förderstelle sowie des Bewilligungs- und Schlussbescheides von der Katholischen Kirchenstiftung eingehalten werden.

Mit dem Bauvorhaben darf erst begonnen werden, wenn die Gemeinde insbesondere hinsichtlich Art, Ausmaß und Ausführung endgültig zustimmt. Die Zustimmung kann erst erteilt werden, wenn die Förderbehörde einen positiven Bewilligungsbescheid oder eine Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilt hat.

Auch beim Neubau der Ballsporthalle geht es zügig weiter und der Marktgemeinderat vergab das Gewerk Boden- und Wandbeschichtungen für gut 83 000 Euro an die Firma Emini Bautenschutz GmbH aus Herrieden. Das Gewerk Malerarbeiten ging für 17 000 Euro an die Hirsch GmbH aus München.

In der November-Sitzung 2019 des Marktgemeinderates hatte die Fraktion Bündnis90/Die Grünen, beantragt, eine Tempo-30-Zone im Ortsteil Kairlindach zu errichten. Am 23. Juli wurden die Fraktionssprecher zu einer Verkehrsschau zum Prüfen und Einrichten von Tempo 30 in den Ortsteilen Mitteldorf, Reuth, Kairlindach und Neuenbürg eingeladen . Daran nahm auch Polizeioberkommissar Bernd Lösch von der Polizeiinspektion Herzogenaurach teil, um Fragen vor Ort beantworten zu können. Zur Sitzung legte das Ordnungsamt eine Auswertung der Verkehrsschau vor, die Christiane Kolbet (Grüne) als enttäuschend bezeichnete.

Wie Zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein erläuterte, wurden bis zur Sitzung auch die Daten des Geschwindigkeitsmessgeräts ausgewertet. Die durchschnittlich gefahrenen Geschwindigkeiten waren nahezu alle im grünen Bereich: "Schnellfahrer wird es auch in den 30er-Zonen immer wieder geben. Da muss halt mehr geblitzt werden." Die Mehrheit konnte sich nicht entscheiden. Nach einigem Hin- und Her wurde der Punkt vertagt; ein Verkehrssachverständiger soll eingeladen werden.