Das stimmt. Andreas Richter und ich sind ausgebildete Heilerziehungspfleger, Mirko Fischer und Armin Geray arbeiten als ehrenamtliche Trainer. Wir alle sind Mitarbeiter des Vereins "Hilfe für das behinderte Kind". Fußball ist eine von vielen dieser Hilfen, die wir anbieten. Während unserer Arbeitszeit aber auch im Ehrenamt leisten wir neben den Trainingszeiten auch andere unverzichtbare Dienste, wie Fahrdienste zu Training und Spielen, helfen in der Umkleidekabine, sind da, wenn jemand medizinische Hilfe benötigt und wissen, wie unsere Spieler und Spielerinnen "ticken" und was sie besonders benötigen.
Von wem werden Sie unterstützt?
In erster Linie von den Eltern der Kinder und Jugendlichen, die sogar das Maskottchen "Fedolino" selbst stellen. Unsere sportliche Heimat haben wir durch das großzügige Entgegenkommen der TSG Niederfüllbach, die uns Sommer wie Winter unter hervorragenden Bedingungen trainieren lassen. Mit der TSG haben wir einen Kooperationsvertrag, den wir ständig mit Leben füllen. Aber auch der FC Coburg bot uns ebenfalls professionelle Hilfe an.
Erzählen Sie über die Spieler und Spielerinnen des FC FED OLE!
Die jüngsten sind die "Los Bambinis" bis zu einem Alter von 15 Jahren, die älteren sind "Il Grande", die von 16 bis 45 Jahren trainieren. In unseren Teams spielen verhaltenskreative Spielerinnen und Spieler, Epileptiker, Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene mit geistigen oder körperlichen Behinderungen. Jeder wird ernst genommen und jeder Pass oder jedes Tor ist für die Kicker ein besonderes Ereignis. Schlaflose Nächte vor Turnieren sind vorprogrammiert. Der hohe Stellenwert des Fußballs zeigt sich in der vorbildlichen Anwesenheit beim Training oder bei Spielen.
Wie regelmäßig trainieren Sie und wo spielen die Teams?
Wir trainieren regelmäßig zu festen Zeiten, immer freitags Nachmittag, auf dem Gelände der TSG Niederfüllbach. Wir fahren zu Turnieren in Bayern und Thüringen und halten auch spezielle Trainingslager ab. Ein Highligth ist auch das beliebte FIFA-Zocken, das wir einmal im Jahr anbieten mit einer Übernachtung in der Turnhalle.
Was nehmen Sie von Turnieren, wie dem 2. Adventscup in Sonneberg mit nach Hause?
Zum einen ist es der Sport, der Menschen mit Behinderung und ohne enger zusammenbringt. Unsere Spieler können von den Turnierteilnehmern, die keine Behinderung haben, viel lernen und ihren Spaß am Fußballspielen mit anderen teilen. Umgekehrt ist es aber auch so, dass die acht teilnehmenden Mannschaften respektvoll mit unseren Kickern umgingen und ihrerseits eine Menge im Umgang mit Menschen, die anders sind, lernen konnten. Das gegenseitige Geben und Nehmen, das durch den Sport vermittelt wird, ist entscheidend.
Die Fragen stellte Sybille Lottes