Als "pfanntastisch" beschreibt Evi Derrer das Rezept "Geflügelpfanne mit zweierlei Kohl". Dafür schneidet man Puten- oder Hähnchenbrust in Streifen und bestäubt sie mit Mehl. Doch nimmt die Hauswirtschaftsmeisterin kein normales Mehl, sondern Dinkeldunst. Dinkel ist eine alte Getreideart, die sehr wohl Gluten, das Klebereiweiß, enthält. Dinkeldunst ist grober als Mehl, aber feiner als Grieß. Hildegard von Bingen wusste die Vorzüge des Dinkels schon zu schätzen. Er hat viel Kieselsäure, die gut für Bindegewebe, Haut, Haare und Nägel ist. Mit Dinkeldunst werden zum Beispiel Spätzle hergestellt. Dieses Mehl kann Flüssigkeiten langsamer, dafür gleichmäßiger und stärker aufnehmen. Zum Binden von Soßen bestens geeignet. Gekauft hat Derrer den Dinkeldunst in einer örtlichen Mühle.

Zu den Hähnchenstreifen kommt Sojasoße, das Fleisch darin ziehen lassen. Dann herausnehmen und in Butterschmalz scharf anbraten, zum Beispiel im Wok. "Geht auch in der Pfanne", sagt Derrer. "Und ohne Fleisch." Wirsing und Weißkohl sind die zwei nährstoffreichen Kohlarten, die dann in den Wok wandern. Ingwer, Chilischoten (alternativ Spitzpaprika) und Korianderkörner braucht das Gericht. Die auch kurz anrösten. Ein Hinweis: "Körner müssen immer vorher angestoßen werden. Erst dann können sie Aroma und Inhaltsstoffe entfalten." Für die Korianderkörner nimmt sie den Mörser. Alles zusammen kurz dünsten, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Petersilie überstreuen. Fertig.