Das geplante Wohngebiet soll nach dem Willen der Stadt über das vorhandene Straßennetz erschlossen werden. Damit entstehen unzumutbare Gefahren für die Straßenanlieger und die Bewohner der "Reuther Hut", vor allem jedoch für die vielen hier lebenden Kinder.
Begründung: Die Hauptzufahrt und einzige Möglichkeit für Lkw ist die Hutstraße. Die ist eng, kurvenreich und steil, an der schmalsten Stelle (Bergwirt) ca. 3,50 m breit bei 18 Prozent Steigung. Schon jetzt ist diese Straße völlig unzureichend, es gibt immer wieder Stauungen im Begegnungsverkehr und Unfälle.
Während der Bauzeit für das Wohngebiet mit geplanten 31 Häusern wird diese Straße von zusätzlich etwa 1000 Schwerlastfahrzeugen frequentiert, unzumutbar für die Anlieger und eine Gefahr für alle, wenn bei einem Notfall diese Straße für Rettungsfahrzeuge und Feuerwehr blockiert ist.
Gefahr für Kinder: Die meisten Straßen im Gebiet "Reuther Hut" sind sehr eng und haben keinen Gehweg, die zahlreichen Kinder spielen auf den Straßen. Der einzige Weg zur Grundschule ist der Untere Schulweg, im oberen Teil sehr steil, etwa drei bis 3,50 m breit und ohne Gehweg. Fahrzeuge, die von der Ruhstraße in die Untere Schulstraße abbiegen wollen, haben durch die vorhandene Bebauung keine Einsicht in diese Straße - für Kinder und ältere Bürger eine äußert gefährliche Situation.
Die wird sich vergrößern, wenn bei Realisierung des Baugebietes die Zahl der Kinder und vor allem der Verkehr deutlich zunehmen werden. Für die Bewohner des neuen Baugebietes mit geschätzten 100 Pkw ist der Untere Schulweg die kürzeste Verbindung zur Stadt, dies werden sie auch nutzen.
Eine offene Frage an die Verwaltung: Hat jemals der Oberbürgermeister mit den zustimmenden Stadträten eine Ortsbesichtigung durchgeführt? Wenn ja, würden wir gerne die entsprechenden Protokolle einsehen; wenn nicht, ist dies äußert fahrlässig und wir raten dringend dies z. B. bei Schulbeginn und -ende nachzuholen.
Fazit: Niemand, der einen Amtseid geleistet hat, kann in Kenntnis der geschilderten Gefahren diesem geplanten Irrsinn zustimmen, er würde sich im Falle von Unfällen nicht nur moralisch, sondern auch strafrechtlich verantworten müssen.

Jürgen Grießmann
Forchheim-Reuth