An Allerheiligen gedenkt die Kirche nicht nur der vielen Heiligen. Sie hält an diesem Tag besonders die Erinnerung an die Verstorbenen wach.
Für viele Herzogenauracher ist mit dem Fest der Friedhofsgang untrennbar verbunden, der diesem Gedenken gewidmet ist. Wie Stadtpfarrer Helmut Hetzel von den katholischen Pfarreien erläuterte, wurde der Friedhofsgang ursprünglich an Allerseelen durchgeführt, dann aber auf den Feiertag Allerheiligen verschoben. "Es ist eine gute Tradition, sich am Friedhof zu treffen, weil all unsere Verstorbenen mit den Heiligen bei Gott leben!" Viele Leute waren auf den Friedhof gekommen, um die Gräber der Verwandten zu besuchen und ihnen ganz nahe zu sein.
"Der Tod trifft uns oft unvorhergesehen", so Hetzel, vor allem dann sei es schwer, mit der Trauer umzugehen. "Aber trotz unseres Glaubens an die Auferstehung dürfen wird Trauer zeigen. Denn auch Jesus zeigte menschliche Regungen."
Nach der Andacht in der Aussegnungshalle begab sich Hetzel begleitet von Pater Moison Michael MSFS und Pater Justine Paul Palimattom CST sowie fünf Ministranten auf den Weg durch den Friedhof. Sie besuchten das Priestergrab, das Schwesterngrab, die Kapelle und die Gedenkstätten für die Heimatvertriebenen. Im Anschluss segneten sie alle Gräber mit Weihwasser. maw