Die Schutzimpfung gegen Gebärmutterhalskrebs ist im Bereich Forchheim und Umgebung offenbar noch nicht ausreichend akzeptiert: Nur 30,7 Prozent der 17-jährigen Mädchen sind vollständig geimpft - der Wert liegt noch unter dem niedrigen Bundesdurchschnitt von 40 Prozent.
Darauf weist die DAK-Gesundheit im Hinblick auf den "Versorgungsatlas" hin, eine Untersuchung des Robert- Koch-Instituts in Kooperation mit den Kassenärztlichen Vereinigungen. Humane Papillomviren (HPV) erhöhen das Risiko für Gebärmutterhalskrebs. Jedes Jahr sterben in Deutschland 1600 Frauen an der häufigen Krebsart. Die Impfung bietet jungen Frauen Schutz. Seit 2007 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) Mädchen die Impfung gegen HPV. Die Viren sind sexuell übertragbar, deshalb ist ein Schutz vor dem ersten Geschlechtsverkehr aus Sicht der Experten sinnvoll.


Gespräch mit dem Arzt

Wer sich zwischen neun und 14 Jahren impfen lässt, benötigt für eine vollständige Immunisierung nur zwei statt drei Impf-stoffdosen.
"Die jungen Frauen in Forchheim und Umgebung nehmen die Schutzimpfung bisher noch zu wenig in Anspruch. Dabei trägt sie erwiesenermaßen dazu bei, das Risiko für Gebärmutterhalskrebs zu senken", kommentiert Gerhard Vogel, DAK-Chef für den Bereich Forchheim und Umgebung, die Zahlen in einer Pressemitteilung.
Eltern und Mädchen, die Zweifel an der Wirksamkeit oder Sorge vor Nebenwirkungen haben, rät Vogel zum Gespräch mit dem behandelnden Arzt: "Der persönliche Austausch trägt sicher dazu bei, Fragen zu klären und die Akzeptanz für die wichtige Schutzimpfung zu erhöhen."
Die DAK-Gesundheit unterstützt finanziell: "Wir übernehmen die Kosten für die HPV-Impfung für junge Frauen zwischen neun und 18 Jahren", erklärt Vogel. red