Mit seinen Ausführungen zu Privatisierung, Wettbewerb und zunehmendem Personalmangel griff Rüdiger Geiger (Wilhelmsthal) als Vorsitzender der Gewerkschaftsortsgruppe Lichtenfels aktuelle Themen zum Arbeitsleben der Lokführer und Zugbegleiter auf.

Hart ging er mit immer wieder vorgeschobenen Unternehmensaussagen ins Gericht, die Ursachen für Missstände mit "hohem Krankenstand" der Mitarbeiter zu kaschieren versuchen. "Lokführer und Zugbegleiter sind heute nicht krankheitsanfälliger als vor zehn, 20 Jahren", erläuterte er den zur Jubilarfeier der Ortsgruppe ins Gasthaus Karolinenhöhe gekommen Mitgliedern und Gästen.

Insgesamt 100 Dienstjahre hätten die Jubilare "auf dem Buckel" gehabt. Hätten, wenn... - ja wenn alle der Einladung zur Ehrungsfeier gefolgt wären. Aus beruflichen und privaten Gründen konnten Robert Müller und Uwe Ottolinger (beide Lichtenfels) Dankurkunde und GDL-Ehrenpräsent für ein Vierteljahrhundert Mitgliedschaft nicht persönlich in Empfang nehmen. Deshalb standen die weiteren für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrten Thomas Konrad (Welitsch) und Vorsitzender Rüdiger Geiger (Wilhelmsthal) im Mittelpunkt der Feierstunde. Die Laudationes und Gratulationen hatte der ehemalige Ortsgruppenvoritzende Edgar Wiesmann (Stockheim) für bewiesene Verbundenheit zur Gewerkschaftsarbeit übernommen. oso