Kein vernünftiges Saisonabschlussfest, keine Weihnachtsfeier. Keine Frage, die Corona-Pandemie hat auch die Fußballer der Spvg Eicha erwischt: auf dem Spielfeld und neben dem Platz. Dementsprechend blieb die Mannschaftskasse mehr oder weniger unangetastet.

"Und da wir ja alle nicht wissen, wie es in der Corona-Krise weitergeht, wollten wir jetzt nicht auf bessere Zeiten warten, sondern konkret etwas Sinnvolles tun mit dem Geld", sagt Spielführer Stefan Rottmann. Kurzerhand beriet sich das Team und beschloss eine Spende für den guten Zweck. 600 Euro kamen nach dem Kassensturz zusammen, mit denen nun die Arbeit der Stiftung für krebskranke Kinder Coburg unterstützt wird.

"Ich weiß schon die Überschrift für den Zeitungsartikel: ,Spiele schlecht und tu' Gutes'", erklärte Stefan Tauss vom Mannschaftsrat bei der Spendenübergabe mit selbstironischem Blick auf die wenig rosige Tabellensituation in der Kreisklasse 3.

Dafür erntete er Lachen und aufmunternde Worte von Stiftungsrat Hartmut Bohl, der die Spende entgegennahm: "Ich finde es toll, wenn sich junge Menschen für etwas einsetzen. In diesem Fall für andere junge Leute. Wir als Stiftung freuen uns über jede Spende, die von Herzen kommt. Und ihr habt das Herz am rechten Fleck", lobte Bohl.

Die Stiftung hat aktuell 15 Akutfälle, die eine monatliche Unterstützung erhalten, und betreut 58 weitere Kinder. johö