In diesem Jahr kann die Europa-Union den Europatag am 9. Mai nicht so begehen, wie in den Jahren davor. Europa -Union Vorsitzender Hans-Dieter Scherpf hat aber dazu eine Erklärung verfasst, denn in diesem Jahr werde das 70. Jubiläum der Schuman-Erklärung begangen. "Sie war eine Sternstunde der Humanität und Weitsicht und ihre Kernbotschaft hat nichts von ihrer Bedeutung verloren", sagt Hans-Dieter Scherpf, Vorsitzender der Europa Union Hammelburg.

"Am 9.Mai 1950 legte der französische Außenminister Robert Schuman in seiner historischen Rede den Grundstein für die europäische Einigung. Mit seiner kühnen Idee, die damals wichtigsten Rohstoffe-Kohle und Stahl- von den früheren "Erbfeinden" Deutschland und Frankeich gemeinsam verwalten zu lassen, setzte er auf Zusammenarbeit statt Konkurrenz, auf Gemeinschaft statt Nationalismus und Vertrauen statt Argwohn, so Scherpf weiter. Wie zeitlos Robert Schumans Grundgedanke ist, werde gerade jetzt in der Corona-Krise deutlich, in die dieses Jubiläum fällt. "Europa lässt sich nicht mit einem Schlage herstellen und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung. Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen", sagte Schuman in seiner Rede. "Diese Solidarität der Tat muss bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen überall in der EU sichtbar und erlebbar werden", fordert Hans-Dieter Scherpf. Leider seien in der Corona-Krise nationale Reflexe sichtbar geworden, sei es bei einseitigen Grenzschließungen oder anfänglicher Konkurrenz bei der Beschaffung von medizinischem Bedarf. "Die Corona-Pandemie wie jede andere globale Herausforderung können wir besser bewältigen, wenn wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam solidarisch handeln. Corona stellt die EU und die Weltgemeinschaft auf eine harte Probe. Unsere Antwort darauf lautet: Besser zusammen, unterstreicht der Kreisvorsitzende.

"Wir können die Europawoche und den 9. Mai in diesem Jahr nicht mit öffentlichen Feiern und Veranstaltungen begehen. Wir wollen aber den Geist der Schuman-Erklärung weitertragen und gerade in der aktuellen Situation für noch mehr Zusammenarbeit und Solidarität in der EU werben", erklärt Hans-Dieter Scherpf.

"Der Friede der Welt kann nicht gewahrt werden ohne schöpferische Anstrengungen, die der Größe der Bedrohung entsprechen", begann Robert Schuman seine Rede". Dieser Leitspruch lasse sich auch auf die aktuellen Bedrohungen anwenden, sei es die Corona-Pandemie oder den Klimawandel, ist Scherpf überzeugt. red