Ihre diamantene Hochzeit feierten am Freitag Martha und Albrecht Bär in der Lessingstraße in Höchstadt.
Albrecht Bär (79) stammt aus Frimmersdorf. 1951 erlernte er das Handwerk des Landmaschinenschlossers und war anschließend fast 40 Jahre bei der Firma Ina in Höchstadt tätig. Seine Frau Martha (80), eine geborene Engelmann, zog 1945 mit ihren Eltern vom Sudetenland nach Falkenau in Sachsen. Als der Bruder des Jubelbräutigams im Jahr 1955 die Cousine der Jubelbraut heiratete, lernten sich die beiden kennen.
"Ich sollte sie am Bahnhof mit meiner 250er Triumph abholen. Samt dem kleinen Köfferla packte ich sie auf den Rücksitz, aber weil die Straßenverhältnisse schlecht waren, kam ich ins Rutschen und hab sie verloren - sie ist plötzlich heruntergefallen", erinnert er sich lachend. "Aber da hatte es bereits gefunkt", fügt er an. Schon zwei Jahre später gaben sie sich in Frimmersdorf das Jawort. Die kirchliche Hochzeit war später in Lonnerstadt.


Großes Fest schon zum 80.

Nach etlichen Wohnungswechseln bauten sie in Höchstadt ein Haus "mit viel Eigenleistung", betont der Jubelbräutigam. Seine Frau Martha arbeitete als gelernte Herrenschneiderin in Höchstadt in der Weberei Schurr und nach dem Aus der Weberei war sie noch bis zur Rente beim Dennhardt-Verlag in Höchstadt beschäftigt.
Vier Kinder - drei Söhne und eine Tochter mit Partnern sowie acht Enkelkinder - vier Mädels und vier Buben - kamen bereits am 8. Januar zum großen Fest. "Da war mein 80. Geburtstag und so haben wir gleich alles zusammen gefeiert", erzählt Martha Bär. Bis letztes Jahr besaßen die Bärs noch einen Wohnwagen, mit dem sie quer durch Deutschland und Österreich unterwegs waren. "Jetzt genießen wir Wellness im Bayerischen Wald oder buchen in Gunzenhausen eine Ferienwohnung." Mit dem E-Bike sind sie gerne und viel auf Tour. Außerdem lieben sie Spaziergänge und auf dem Heimfahrrad werden es auch mal 30 Kilometer.
Die Bärs wohnen im Erdgeschoss ihres Hauses und oben ist der jüngste Sohn mit Familie. Das Ehepaar versorgt sich größtenteils selbst. Als ehemalige Schneiderin näht Martha sich ab und zu noch etwas, aber "hauptsächlich bin ich die Flickschneiderin für meine Enkel."
Einen Tipp für so ein langes Miteinander wollten die Gratulanten, stellvertretende Landrätin Gabi Klaußner (CSU) und Bürgermeister Gerald Brehm (JL), bekommen. "Nicht alles gar so schwernehmen und sich vor dem Schlafengehen wieder vertragen", erklärte die Jubelbraut augenzwinkernd. Übrigens: Auch der Hochzeitstag damals war ein Freitag, der 13.. Für das Jubelpaar der beste Beweis, dass das kein Unglückstag sein kann.