Am Mittwoch wurden fünf weitere positive Coronavirus-Fälle im Landkreis Kulmbach bestätigt. Das teilt das Landratsamt mit. Von den aktuellen Corona-Fällen fallen sechs in die vergangenen sieben Tage. Der aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz-Wert pro 100 000 Einwohner für den Landkreis beträgt damit 8,38.

"Diese fünf neuen Fälle belegen einmal mehr, dass die Pandemie, entgegen aller Freude über die Lockerungen und das schöne Wetter, leider noch immer nicht vorüber ist. Gerade im Hinblick auf die sich ausbreitende Delta-Variante dürfen wir jetzt nicht unvernünftig werden", macht Landrat Klaus Peter Söllner (FW) deutlich und erklärt: "Bisher ist diese Mutante im Landkreis Kulmbach glücklicherweise noch nicht aufgetreten." Abstands- und Hygieneregeln müssten weiter eingehalten werden, auch beim Feiern solle man um- und vorsichtig bleiben, um die positive Entwicklung nicht zu gefährden.

"Die Delta-Variante ist 1,5mal ansteckender als die bisher bekannten Virusformen", ergänzt der Leiter des Krisenstabs, Oliver Hempfling. "Menschenaufläufe wie am Wochenende in der Oberen Stadt sind aus Sicht des Infektionsschutzes noch nicht verantwortbar." Zugleich sei ein leichtfertiger Umgang mit coronatypischen Symptomen zu beobachten, so Hempfling weiter. Wer typische Anzeichen einer Corona-Erkrankung aufweise, sollte nicht nur umgehend einen Arzt kontaktieren, sondern seine Kontakte auch reduzieren, bis ein Testergebnis vorliegt.

Im Impfzentrum können wieder mehr Erstimpfungen durchgeführt werden. Wie sich aber zeige, seien viele, die einen Termin angeboten bekommen, bereits beim Hausarzt oder durch den Arbeitgeber geimpft. Wer geimpft sei, solle die eigene Registrierung im Impfportal löschen oder sich telefonisch melden, wenn man bereits außerhalb des Impfzentrums geimpft worden sei. Seit Dienstag können täglich zwischen 120 und 180 Erstimpfungen durchgeführt werden. Je nach Zuteilung werden für die kommende Woche täglich wieder bis zu 380 Erstimpfungen möglich sein. red