Die geplante Herzogenauracher Südumgehung ist in der Stadt immer noch umstritten. Besonders der Flächenverbrauch stößt bei den Betroffenen auf massiven Widerstand. Nun hat sich die Interessengemeinschaft Eigentümer und Landwirte pro Alternativen contra Südumfahrung gegründet. Der verkürzte Name lautet in Anlehnung an die Anfangsbuchstaben "Igel". Der Igel als Symbol gegen die Südumfahrung steht genauso wie die Initiatoren für unzerstörte Natur. 200 000 Igel pro Jahr verlieren in Deutschland ihr Leben auf der Straße. Die Initiatoren sind gegen Straßen im Lebensraum des Igels. Der Igel ist vom Aussterben bedroht. Die Südumfahrung bedroht die Existenz der Landwirte. Der Igel hat Stachel. Auch die Mitglieder der Interessengemeinschaft wollen der Stachel bei der Planung der Südumfahrung sein.


Enteignung in Kauf genommen

Bereits im Jahr 2012 erklärten 30 Grundbesitzer vor dem Beschluss zum Bau der Südumfahrung Bürgermeister German Hacker (SPD) gegenüber schriftlich die Unverkäuflichkeit ihrer Grundstücke. Auf Nachfrage von "Igel" in der vergangenen Woche, was denn aus der Erklärung geworden ist, erklärte Hacker, der Stadtrat hätte bei dem Beschluss zum Bau der Südumfahrung vollumfänglich von der Folge der Unverkäuflichkeit der Grundstücke, nämlich der Enteignung der 30 Grundbesitzer gewusst und diese billigend in Kauf genommen.


IG will Alternativen aufzeigen

Die Mitglieder der Interessengemeinschaft wollen sich nun gemeinsam gegen die Enteignung wehren. Das Ziel ist es, die Südumfahrung zu verhindern. Aus diesem Grund werden sie bei der heutigen Bürgerversammlung Anträge zu Alternativen der geplanten Südumfahrung einbringen. Weitere Unterstützer, die auch für einen Erhalt des Lebensraums des Igels sind, werden aufgerufen, die Initiatoren zu unterstützen. maw