Rund 600 000 Euro wird die Gemeinde für die Sanierung des Kellerwegs im Gemeindeteil Haarth im kommenden Jahr in die Hand nehmen. Das beschloss der Gemeinderat bei seiner Sitzung in der Turn- und Sporthalle der Grund- und Mittelschule am Donnerstagabend. Die Anlieger dieser Straße bekommen die Sanierung ohne Beiträge für die Erschließungskosten.

Nachdem einige kleine Anpassungen eingepflegt wurden, wird dann für die Wasserversorgung eine 580 Meter neue Hauptleitung verlegt. Neben Abschieber und Hydranten müssen 21 Hausanschlüsse umgebunden und vier weitere neu verlegt werden. Dafür wird mit einem Kostenvolumen von 453 000 Euro gerechnet. Der betroffene Teilbereich reicht von der Einmündung Triebsdorfer Straße bis zum Pumpenhaus.

Keine Beitragspflicht

Zusätzlich soll die Straße eine Teilsanierung erfahren und die Randbereiche neu gestaltet werden. Dies könne mit deutlicher Reduzierung des technisch notwendigen Unterbaus geschehen, so dass keine Beitragspflicht ausgelöst werde, informierte Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU).

Folgende Variante wurde vorgeschlagen: Ausbaulänge 320 Meter, -breite 3,50 Meter, Ausbau des Asphalts und Profilierung des Frostschutzes, Aufbringung einer zehn Zentimeter starken Tragdeckschicht und Ergänzung der Straßenbeleuchtung.

Die vorläufige Kostenannahme habe bisher 95 000 Euro betragen. Nach Überarbeitungen belaufe sich die aktuelle nunmehr auf etwa 148 000 Euro.

Dem Planungsauftrag an das Ingenieurbüro Kittner & Weber (Sonnefeld) für die Erneuerung von Teilen der Wasserversorgung sowie die Sanierung eines Teilbereichs des Kellerwegs und die Gestaltung der Randbereiche stimmte das Gremium zu. Ebenso wurde die bald mögliche beschränkte Ausschreibung durch das Büro beschlossen. Ins Auge gefasst wurde eine Liste von 18 Bietern.

"Kleine" Maßnahmen

Auch beim nächsten Tagesordnungspunkt wurde für das Jahr 2021 ein tiefer Griff in den Finanzsäckel vorgesehen: Die geplanten Arbeiten für die "kleinen" Maßnahmen im Tiefbau und die Sanierung verschiedener Straßenbereiche kommen voraussichtlich auf rund 545 000 Euro. "Einige Straßen oder Straßenteile sind momentan schon im roten Bereich", erklärte der Bürgermeister.

Aufgrund der Corona-Pandemie waren zur Vermeidung von Kontakten die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht im Ausschuss für Infrastruktur, Bauen und Umwelt (IBU) besichtigt und vorberaten worden. Deshalb wurden die vorgesehenen Arbeiten in einer Power-Point-Dokumentation vorgestellt und besprochen. Für die Straßensanierungsmaßnahmen des Haushaltsjahrs 2021 wurde das Ingenieurbüro beauftragt, die notwendigen Leistungen zu planen und in zwei Losen beschränkt auszuschreiben.

Das sind die Lose 1 und 2

Vorgesehen sind im Los 1 (geschätztes Gesamtvolumen: 363 000 Euro) folgende Maßnahmen: Untersiemau: Erneuerung von zwei Großpflastermulden im Gewerbering und Sanierung von sechs Straßenquerungen zur Bergstraße Meschenbach: Teilsanierung des Gehwegs in der Bamberger Straße und Teilaustausch von Betonpflaster auf dem Gehweg. Scherneck: Sanierung von Teilbereichen in der Hirtengasse und des fehlenden Teilstücks in der Schulstraße sowie Erneuerung von 90 Meter Asphaltdecke im Bochumer Weg Ziegelsdorf: Die Gemeindeverbindungsstraße nach Buchenrod soll mit einer neuen Tragdeckschicht auf rund 390 Meter Länge versehen werden; Austausch von drei Leuchten sowie Einbau von drei weiteren Leuchten Gesamtes Gemeindegebiet: Schächte, Schieber und Hydranten angleichen, Rinnen sanieren, Herstellung von sechs neuen Hausanschlüssen

Im Los 2 (181 500 Euro) sind folgende Arbeiten vorgesehen: Gemeindeverbindungsstraße Untersiemau - Ziegelsdorf, Teilbereich I: Vollausbau auf 450 Meter Länge; Teilbereich II: neue Tragdeckschicht auf 420 Meter Länge

Stefan Janson, Fraktionsvorsitzender der SPD, verwies unter dem Punkt "Anfragen" auf den Zustand der Homepage der Gemeinde Untersiemau. Diese befinde sich, so Janson, h in sehr schlechtem Zustand. Daher sei eine dringende Überarbeitung notwendig. Er bat darum, dass die Seite auf ihre Nutzerfreundlichkeit und Zweckmäßigkeit überprüft werden solle; entsprechende Angebote von Fachfirmen müssten deshalb baldmöglichst von der Verwaltung eingeholt werden.