Fünf Anträge hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Sitzung des Gemeinderats Frensdorf eingebracht. In allen Punkten ging es schwerpunktmäßig um nachhaltig ökologische Belange, die bei künftigen Entscheidungen berücksichtigt werden sollen.

Eines der Zukunftsthemen, das die Räte aller Gruppierungen in einem Workshop erarbeitet hatten, war die Entwicklung der Gemeinde "zu einer nachhaltigen, ökologischen Tourismus-Gemeinde". Dass die Gemeinde ihr Handeln an diesem Grundsatz ausrichtet, war eines der Anliegen der Grünen-Fraktion. Zweiter Bürgermeister Norbert Neundorfer, der die Sitzung leitete, empfahl - mit Zustimmung des Gremiums - diesen Punkt an den Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales, Sport und Tourismus zu verweisen. "Wir wollen im nächsten Jahr ein Marketing-Konzept entwickeln, da können wir das gut integrieren", so Neundorfer.

"Ökologische Mindeststandards" forderten die Bündnis-Grünen im Zusammenhang mit Verpachtung von gemeindeeigenen Flächen. Wie im Naturschutzgesetz verankert, solle die Gemeinde ihre Pächter verpflichten, auf das Ausbringen von Klärschlamm, von gentechnisch veränderten Organismen, auf das Umbrechen von Grünland- und das Verfüllen von Nassflächen sowie auf das Entfernen von Landschaftselementen zu verzichten. Ebenfalls sollten chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel vertraglich ausgeschlossen werden. Bürgermeister Neundorfer informierte, dass derzeit keinerlei gemeindliche Flächen zur Verpachtung anstehen. Der Antrag werde daher vertagt und bei künftigen Verpachtungen aufgenommen.

Auf ein "Mäh- und Biodiversitätskonzept für gemeindeeigene Flächen" zielte ein weiterer Antrag ab. Gezielt sollen sich nach den Worten des Antrags dadurch Flächen "in ökologischer Hinsicht massiv entwickeln". Wie Neundorfer informierte, ist eine Besichtigung der infrage kommenden Flächen zusammen mit Kreisfachberaterin Alexandra Klemisch bereits geplant. Je nach Witterung soll die Begehung im Februar oder März 2021 stattfinden.

Bereits "erledigt" hatte sich der Grünen-Antrag auf Nachverdichtung der Wohnbebauung und Vermeidung von Leerstand. Erst vor kurzem hatte die Gemeindeverwaltung eine Umfrage durchgeführt, bei den Eigentümern jedoch keine Bereitschaft zur Veräußerung der entsprechenden Flächen gefunden.