Gut angelegt wurden die Gelder aus einer Spendenbox, die in der Akutgeriatrie am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken beim "Tag der offenen Tür" aufgestellt worden war. Mit dem Erlös wurde laut einer Mitteilung der Haßberg-Kliniken der Grundstock für ein neues Angebot gelegt. Patienten und Patientinnen können regelmäßig gemeinsam kochen.
Weihnachtsduft liegt in der Luft. Im Aufenthaltsraum der Akutgeriatrie wird geknetet, ausgerollt und ausgestochen. Die Weihnachtsbäckerei ist ins Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken eingezogen.
"Früher habe ich immer zusammen mit meinen Enkeln gebacken", berichtet Ingrid Leitner. Heute sind die Augen der älteren Frau nicht mehr so gut. Backen in der heimischen Küche wäre schwierig. Zusammen in einer Gruppe und mit Unterstützung einer Ergotherapeutin ist es aber kein Problem. "Hier macht es richtig Spaß", sagt die Seniorin, klaubt Teigreste zu einem Klumpen zusammen und legt einen soeben ausgestochenen Schneemann aufs Blech.
Die Ergotherapeutin Linda Gagel fungiert heute als "Küchenchefin". Mit einer Kollegin betreut und unterstützt sie die sechs älteren Damen, die an diesem Vormittag den Weg in den Aufenthaltsraum gefunden haben. Gemeinsam wird ausgerollt, ausgestochen und leckere Plätzchen zubereitet.
Die Weihnachtsbäckerei ist Teil eines Projekts, das seit einigen Wochen in der Akutgeriatrie am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken läuft. Das Geld dafür kam aus der Spendenbox, berichtet Isabell Ort, Altenpflegerin auf der Station. "Vom Erlös haben wir Küchenutensilien gekauft." Kochen in der Gruppe gehört seitdem zum festen Angebot. Einmal in der Woche treffen sich Patienten, um gemeinsam Speisen zuzubereiten. Unterstützt von Ergotherapeuten und dem Personal der Station.
"Wir haben auch schon Obstsalat gemacht und demnächst gibt es Kartoffelsuppe", erzählt Isabell Ort. In Absprache mit der Küche werden Speisen ausgewählt, für die man gut gemeinsam schnippeln oder schälen kann. "Das Angebot wird richtig gut angenommen", freut sich die Altenpflegerin. Vier bis sechs meist weibliche Patienten finden sich regelmäßig zu den Kochstunden ein.
"Gemeinsames Kochen mit der Ergotherapeutin fördert und erhält die geistigen Fähigkeiten, die Koordination und das manuelle Geschick der Patienten. Außerdem bereitet es allen Beteiligten Freude, nicht zuletzt, weil das Ergebnis sehr schmackhaft ist", zeigt sich Dr. Frank Schröder, der Chefarzt der Akutgeriatrie in Haßfurt, sehr zufrieden mit dem neuen Angebot. red