Der Bau des Geh- und Radwegs an der Bundesstraße 303 bei Himmelkron ist derzeit in vollem Gange. Bereits im November hatte die Firma RK Landschaftsbau aus Neuenmarkt in Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt den Unterbau der Trasse von der Einmündung der Bernecker Straße bis zur Bayreuther Straße im Gewerbegebiet hergestellt. Am 22. März wurden nun im Abschnitt von der Streitmühlstraße bis zur Querungshilfe für Radfahrer und Fußgänger an der Einmündung zur Frankenfarm wieder aufgenommen.

Insgesamt kostet der 1,25 Kilometer lange und 2,5 Meter breite Radweg rund 600 000 Euro. Kostenträger ist der Bund, die Fertigstellung ist für Juni anvisiert. In dieser Woche hat sich der neue Bereichsleiter für den Staatsstraßenbau in den Landkreisen Kulmbach und Wunsiedel, Philip Wagner, erstmals ein Bild von den Bauarbeiten gemacht. Der Nachfolger von Baudirektor Siegfried Beck ließ sich auch die bauliche Besonderheit erklären. Hinter der Fußgängerunterführung muss der Radweg mit einem Mindestabstand von 1,75 Metern an die Bundesstraße herangerückt werden. Das ist notwendig, um den Streitmühlbach zu schonen. Hier wird auf einer Länge von 20 Metern ein "begrünbares Steilböschungssystem mit einer bewehrten Erde" eingebaut. Mit dieser Methode wird am Streitmühlbach eine Böschungsneigung von 60 Grad erreicht.

Querungshilfe fertig

Bereits fertiggestellt ist die Querungshilfe an der Einmündung zur Bernecker Straße.

Philip Wagner und Projektleiter Oliver Stahlmann zeigten sich davon überzeugt, dass der Fertigstellungstermin im Juni eingehalten werden kann. Darüber freute sich Bürgermeister Gerhard Schneider, der das Projekt "die erste vernünftige Anbindung unserer Gemeinde an das überörtliche Radwegenetz". Man habe dann auch eine fußläufige Verbindung des Kernorts zum Nahversorgungszentrum im Gewerbegebiet.

Wie bei dem Ortstermin auch aufgezeigt wurde, wird eine Änderung der Trassenführung am Beginn des Geh- und Radweges notwendig, die zur Entschärfung der dortigen Verkehrssituation beitragen soll. Der Geh- und Radweg wird entgegen der bisherigen Planung am TSV-Sportplatz leicht nach rechts geschwenkt, um dem Radfahrer deutlich zu machen, dass er hier keine Vorfahrt hat.

Unfallschwerpunkt verhindern

"Wir haben dort einen sehr neuralgischen Punkt, wo der vorhandene Radweg aus Wirsberg auf den neuen trifft. Es war der Wunsch des Gemeinderats, dort eine Änderung der Verkehrsführung herbeizuführen, denn ein bevorrechtigter Radweg könnte aus Himmelkron kommend zu einem Unfallschwerpunkt werden", sagte Schneider.

Vertretern des Landratsamts, des Staatlichen Bauamts, der Gemeinde und des TSV hätten sich darauf verständigt, die neue Zaunanlage am Sportplatz vorerst so zu belassen. "Wir wollen die weitere Entwicklung abwarten.

Kommt Tempo 30?

Der Bauausschuss wird sich damit beschäftigen, ob für die Streitmühlstraße und die Straße Am Sportgelände eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer angeordnet wird", erklärte der Bürgermeister.

Und was noch erreicht wurde: Anstelle des bisherigen Buswartehäuschens in Beton-Fertigbauweise wird die Gemeinde an der B 303 eine moderne Unterstellmöglichkeit mit einer Metallrahmenkonstruktion und einer Verglasung schaffen. Die halbseitige Sperrung der B 303 wird voraussichtlich am Dienstag, 20. April, wieder aufgehoben.